BVB-Abteilungsleiter: "Liga sportlich halten"

Tischtennis: 2. Bundesliga

Drei Viertel der Tischtennis-Saison in der neuen, eingleisigen 2. Bundesliga sind vorüber, und Borussia Dortmund steckt als Drittletzter unter zehn Mannschaften dick im Abstiegskampf. Doch Anfang der Woche kam eine „gute Nachricht“. Darüber sprach Petra Nachtigäller mit BVB-Abteilungsleiter Bernd Möllmann.

DORTMUND

, 25.02.2016, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Routinier und -Spielertrainer Wencheng Qi (r.) tritt nach der Saison nur noch als Trainer in Erscheinung, Björn Helbing (l.) bleibt als Spieler am Ball

BVB-Routinier und -Spielertrainer Wencheng Qi (r.) tritt nach der Saison nur noch als Trainer in Erscheinung, Björn Helbing (l.) bleibt als Spieler am Ball

Sechs Siege, ein Unentschieden, sieben Niederlagen, nur ein Punkt vor einem Abstiegsplatz – wie sehr fürchten Sie einen Abstieg Ihres BVB? Ich habe gerade die Bestätigung erhalten, dass sich der TuS Fürstenfeldbrück, unser größter Konkurrent im Abstiegskampf und nächster Heimspielgegner (13.3.), nach Saisonende zurückzieht. Durchaus möglich also, dass, falls die Zweitplatzierten der 3. Ligen keine Starterlaubnis für die 2. Liga beantragen sollten und deshalb keine Relegation spielen, der neunte Platz zum Klassenerhalt reicht. Das wäre für uns optimal, aber eigentlich wollen wir die Liga sportlich halten.

Haben Sie vor der Saison damit gerechnet, sich jetzt in dieser prekären Situation wiederzufinden? Nein, wir waren in der vergangenen Saison Fünfter und sind mit unverändertem Personal angetreten. Deshalb ist das schon enttäuschend. Aber wir mussten feststellen, dass die Mannschaften aus dem Süden stark aufgerüstet haben. Das werden wir zur kommenden Spielzeit auch tun.

Das heißt, es wird personelle Veränderungen geben? Ja, das Gesicht wird sich verändern. Unser Spielertrainer Wencheng Qi, der schon seit 23 Jahren Borusse ist, ist jetzt 46 und wird sich künftig nur noch auf das Coaching konzentrieren. Und obwohl ich aufgrund der unklaren Liga-Situation zweigleisig planen muss, sind schon 15 Bewerbungen interessierter Spieler bei mir eingegangen. Das zeigt: Der BVB ist auch im Tischtennis eine gute Adresse. Schließlich spielen wir seit 1995 in der 2. Liga.

Nach wem suchen Sie? Wir suchen einen Spieler, der um die 20 Jahre jung ist und auch im oberen Paarkreuz spielen kann. Und er muss natürlich bezahlbar sein.

Seit dieser Saison spielen Sie mit Plastikbällen. Was hat sich dadurch verändert? Plastik ist nicht gleich Plastik, das haben wir gelernt. Da gibt‘s Bälle mit und ohne Naht mit völlig unterschiedlichen Flugeigenschaften. Inzwischen trainieren wir vor den Spielen mit den Bällen des jeweiligen Gegners. Und die Bälle sind langsamer als die aus Zelluloid, für die Zuschauer ist das angenehm.

Apropos Zuschauer: Wegen der mit Flüchtlingen belegten Brügmannhalle mussten Sie nach Lanstrop ausweichen ... Uns ist durch den Umzug der gesamte Jugendbereich weggebrochen, das ist leider so. Auch wenn wir in der Brukterer-Grundschule gute Bedingungen vorfinden und täglich trainieren können, sehen wir uns doch als Innenstadt-Verein, und Lanstrop ist schon weit draußen. Aber immerhin hatten wir beim letzten Heimspiel 100 Zuschauer. Und auch unsere BVB-Fußballer haben uns gefunden, als sie ihr Tischtennis-Turnier bei uns gespielt haben. Das hat mich sehr gefreut.

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