BVB-Frauen empfangen HSG Blomberg-Lippe

Handball: Bundesliga

Es klingt ja so einfach. Die BVB-Frauen sind klarer Favorit, sie spielen zu Hause, die Erfolgsserie der letzten Wochen stellt ihnen ein glänzendes Zeugnis aus. Doch das ehrliche Fazit der Trainerin lautet: „Wir müssen höllisch aufpassen.“

DORTMUND

, 29.01.2016, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ohne Kampf und Spielfreude geht am Samstag in der Halle Wellinghofen nichts: Nadja Zimmermann (M.) wird gegen Blomberg-Lippe wieder vollen Einsatz bringen müssen.

Ohne Kampf und Spielfreude geht am Samstag in der Halle Wellinghofen nichts: Nadja Zimmermann (M.) wird gegen Blomberg-Lippe wieder vollen Einsatz bringen müssen.

Ildiko Barna lässt sich weder von der Papierform noch von schönen Resultaten der Vergangenheit blenden. Am Samstag (19.30 Uhr) empfangen die Handballerinnen von Borussia Dortmund in der Halle Wellinghofen die die HSG Blomberg-Lippe, und die Zuschauer sollten sich wohl auf einen heißen Tanz gefasst machen. Der BVB rangiert mit 15:9 Punkten momentan auf Platz sechs, die HSG ist mit 12:12 Zählern Achter. Sicher kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen.

„Das wird richtig schwer“, sagt Ildiko Barna, der Gast habe in dieser Saison schon häufig genug gezeigt, welche Qualität er habe. „Da reist ein junges Team mit einem gesunden Respekt und einem gesunden Selbstbewusstsein an.“ Und es klingt so, als habe sie selbst mächtig Spaß an diesem Gegner, der bisher mit viel positiver Energie, „mit einer erfrischenden jugendlichen Frechheit“ durch die Saison gegangen sei.

Demütiger Gegner

Aus der Stadt der Gäste klingt das alles natürlich deutlich demütiger. „Der BVB mit seinen enorm starken Neuzugängen ist sicher kein typischer Aufsteiger. Er steht vor allen Dingen mit seiner 6:0-Abwehr unheimlich kompakt, für uns geht es deshalb darum, diesen Deckungsriegel zu knacken“, sagt Andre Fuhr.

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Ildiko Barna muss die Worte ihres Trainer-Kollegen offenbar schon vernommen haben, denn gerade ihre Deckung schwört sie vor der Partie ein. Disziplin, Konzentration, die alten Zauberworte fordert sie ein, „wir müssen ebenso konsequent verteidigen wie schnell nach vorn spielen“.

Schön und attraktiv

Dieser BVB, er hat zuletzt jede Menge Spaß gemacht, er hat die Großen der Liga tüchtig geärgert und die Kleinen fast schon souverän besiegt. Eigentlich, räumt Ildiko Barna ein, habe sie erst in der Rückrunde so richtig erwartet, dass die Truppe auch wirklich schönen und attraktiven Handball spiele, nun sei es schon vorher eingetreten. „Die Ergebnisse und die Leistung stimmen.“

Natürlich sei sich jeder darüber im Klaren, dass jede schöne Serie einmal reiße. Aber jetzt, sagt die Trainerin, „muss es noch nicht sein“. Am Samstag gegen Blomberg-Lippe, dann gegen Celle, dann in Göppingen, „ich möchte schon gern die nächsten drei Spiele gewinnen, noch soll unsere positive Serie nicht unterbrochen werden“.

Kramer positiv gestimmt

Da passt es prima, dass der BVB keine verletzten Spielerinnen zu beklagen hat, es sei eine schöne Erkenntnis, wechseln zu können, ohne an Stabilität zu verlieren. Und dann ist da ja auch noch Stella Kramer, die von ihrem Ausflug zur Nationalmannschaft erstens gesund und zweitens positiv gestimmt zurückgekehrt sei. „Sie macht sich im Kopf sicher nicht verrückt.“ Sollte die ganze Mannschaft nicht machen.

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