BVB-Frauen zittern sich zum Sieg in Halle-Neustadt

2. Handball-Bundesliga

Alice Vogler hatte Sonntag Abend keine Lust mehr auf einen spannenden „Tatort“ im Fernsehen. Ihr Bedarf an einem nervenaufreibenden Krimi sei für diesen Tag gedeckt, meinte die Trainerin der Handball-Frauen von Borussia Dortmund.

DORTMUND

16.10.2011, 19:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Muss auch in Menden-Lendringsen mit harter Gegenwehr rechnen: Zuzana Porvaznikova (M.)

Muss auch in Menden-Lendringsen mit harter Gegenwehr rechnen: Zuzana Porvaznikova (M.)

Es begann so gut für die Schwarzgelben, bereits nach elf Minuten führte der BVB mit 7:2. Das sah eigentlich nach einem Spaziergang aus, auch taktisch sah alles richtig gut aus. Aber Stück für Stück verloren die Gäste den Erfolgsfaden, Union stellte die Abwehr um, beim BVB häuften sich die technischen Fehler. „Wir sind zwar während der 60 Minuten nie in Rückstand geraten“, erklärte Vogler, „aber wir haben es auch nicht verstanden, den Vorsprung richtig auszubauen und uns entscheidend abzusetzen“. Es entwickelte sich eine Zitterpartie, bei der die spielstärkeren BVB-Frauen zu häufig an der ungemein kampfbetonten Union-Abwehr abprallten.

„Wir mussten uns immer wieder ordnen und uns manchmal selbst beruhigen“, meint Vogler, und war dann froh, dass sie sich nun in den Bus setzen durfte, „selbst fahren würde ich jetzt nicht gern“. So spannend es war, Vogler wollte eine Menge Gutes mit nach Hause nehmen. „Wir haben gewonnen, wir haben Kampfgeist gezeigt, wir hatten genug Siegeswillen.“ Das gebe Auftrieb und Motivation für die nächsten Spiele, die sicher nicht langweiliger werden.

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