BVB II siegt bei Heimdebüt von Trainer Mike Tullberg - trotz 25 Minuten Angsthasenfußball

Fußball-Regionalliga

Beim Heimdebüt von Mike Tullberg siegt der Borussia Dortmunds U23 mit 2:1 gegen die Sportfreunde Lotte. Der Trainer bemängelt zunächst Angsthasenfußball - und frohlockt am Ende doch noch.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 04.08.2019, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB II siegt bei Heimdebüt von Trainer Mike Tullberg - trotz 25 Minuten Angsthasenfußball

Nach dem 2:1-Sieg gegen Lotte gab es erleichterte Gesichter aufseiten des BVB. © Thomas Bielefeld

Im Stadion Rote Erde hatte sich Mike Tullberg zuvor schon umgesehen. Als der Wechsel dieses Fußballlehrers zur U23 von Borussia Dortmund feststand, ward er beispielsweise Anfang Mai beim 9:2-Rekordsieg gegen den SV Straelen auf der Tribüne gesehen, am Ende der vergangenen Spielzeit. Nun gegen die Sportfreunde Lotte, seinerseits Drittliga-Absteiger, verlebte er seinen ersten Arbeitstag im Schatten des großen Signal Iduna Parks.

Effektiv waren es 98 Minuten an der Seitenlinie, in denen der Däne dirigierte, motivierte und zweifach jubeln durfte. Mit 2:1 (1:0) siegte der BVB. Und so saß Tullberg „froh“ in der Pressekonferenz, „froh“ über den ersten Sieg bei seinem Heimdebüt - und eine zuvorderst in der zweiten Halbzeit „überragende“ Leistung.

Nur kleine Korrekturen in der Startformation

Sein Kollegium hatte der 33-Jährige im Vergleich zum unglücklichen 1:2 bei Rot-Weiss Essen nur minimal umgebaut. Dieses erste Regionalliga-Spiel im schwarzgelben Dress habe ihm „gut gefallen“. Erwartungsgemäß sah sich Tullberg deshalb zu keinen großen Eingriffen genötigt, rückte einzig Julian Schwermann anstelle von Dominik Wanner in die Startelf.

Hatte der mit durchschnittlich 21 Lebensjahren ausgestatteten und damit blutjungen BVB-Belegschaft beim Fluchtlichtspiel in Essen das Spielglück gefehlt, war es diesmal gleich zu Beginn auf ihrer Seite. Nach einer Taylan-Duman-Ecke flog der Ball von Lottes Alexander Langlitz abgefälscht an die Latte, um dann vor Mory Konate wieder auf dem Boden aufzukommen (16.).

Eric Oelschlägel bewahrt den BVB vor dem Ausgleich

Es war die frühe Führung für den BVB, der sich anschließend noch zu drei brisanten Aktionen im gegnerischen Gefahrenbereich kombinierte (24. Steffen Tigges, 31. Joseph Boyamba, 45. Taylan Duman), allerdings auch zwei, drei Halbchancen überstehen und einmal einen großen Dank in Richtung Torwart Eric Oelschlägel entrichten mussten: Einen Schuss von Marcell Sobotta entschärfte der Keeper, der am Samstag noch zum Dortmunder Supercup-Aufgebot gehört hatte, per herausragendem Reflex (42.).

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„Trotz dieser Phase“, bekannte Duman, „hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel abgeben.“ Erst recht nicht, als Tigges in der 48. Minute nach langem Ball von Marco Rente zum 2:0 erhöht hatte. „Da setzt er sich gut durch, schließt locker ab“, freute sich Duman. Und Tullberg sagte: „Wir wollten in den Rücken des Gegners kommen, Steffen tut sein erstes Tor sicher gut.“

Tullberg bemängelt „Angsthasenfußball“ in ersten 25 Minuten

Musste dieser Trainer in den ersten 25 Minuten noch „Angsthasenfußball“ bemängeln („Da waren wir nicht so mutig, wie ich mir eigentlich vorstelle“), bezeichnete er die zweite Halbzeit als „überragend“. Die freilich immer größer werdenden Räume, die Lotte ließ, nutzte der BVB häufig mit konsequenten, schnellen Läufen in den Strafraum - „nur das dritte Tor hat gefehlt“, monierte Tullberg.

So scheiterten etwa Tigges (58.) und Führich (71., Pfostenschuss). Der Anschlusstreffer von Lottes Sobotta kam dennoch zu spät (90.). Auch Ismail Atalan, der Cheftrainer der Sportfreunde Lotte, resümierte: „Ein hochverdienter Sieg des BVB.“

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