BVB-U23 will auf der Suche nach Kontinuität weiter ungeschlagen bleiben

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Bei Fortuna Düsseldorf II kann Borussia Dortmunds U23 eine eigene Saison-Bestmarke in der Regionalliga West aufstellen. Trainer Mike Tullberg sah zuletzt eine positive Entwicklung.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 13.02.2020, 19:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Steffen Tigges nannte das 4:0 gegen die TuS Haltern kürzlich „den Maßstab. Daran müssen wir uns messen, daran müssen wir anknüpfen“, sagte der Angreifer. Nach drei Spielen in 2020, aus denen Dortmunds U23 sieben Punkte erwirtschaftet hat, sprach er von einem ingesamt „guten Wiederauftakt“.

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Die bisher durch Höhen und Tiefen geprägte BVB-Kampagne 19/20 allerdings lehrt den 21-Jährigen, „dass wir dranbleiben müssen“. Damit sich Jauchzen und Grummeln nicht mehr die Waage halten. Die Frage, die sich schon seit Monaten stellt, ist die der Kontinuität. Sie schwebt auch über der Partie bei Fortuna Düsseldorf II (heute, 19 Uhr).

Erfolgsserie in unerreichte Länge ziehen

Wird das 1:1 zum Jahreskehraus bei den Sportfreunden Lotte mitgerechnet, ist Mike Tullbergs Dortmund-Auswahl seit vier Partien ungeschlagen, ebenso wie schon von Ende August bis Mitte September 2019. Erstmals unter der Leitung des Dänen könnte der auf Rang sechs gelistete BVB nun ein fünftes Spiel in diese Reihe setzen – und die Erfolgsserie in bislang unerreichte Länge ziehen. Das ist der Anspruch.

Den schwankenden Vorträgen und wechselhaften Ergebnissen soll das fleißige Punktesammeln folgen. „Wir haben bisher zu wenige Siege geholt“, weiß Tullberg, der erfreut zur Kenntnis nimmt, welche Fortschritte seine Mannschaft „im letzten Drittel“ gemacht hat. Dort, in der vom Gegner dicht besiedelten Zone, seien die Bewegungen jetzt deutlich besser.

„Wissen um Deifzite“

Tullberg sieht eine Entwicklung, lobt das Offensivspiel, weist aber darauf hin: „Ich versuche immer das große Ganze zu sehen.“ Auch in der Hinrunde war mitnichten alles verkehrt, auch da machten die Seinen Fortschritte. „Schön ist aber natürlich“, sagt Tullberg, „wenn man gewinnt.“ Die Erfolgserlebnisse sind dann lesbar, die Spieler froheren Mutes. So wie aktuell.

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Allerdings, betont Tullberg ebenso, „wissen wir ganz genau, wo unsere Defizite liegen“. Dass der BVB in den vergangenen drei Spielen immer einen Weckruf benötigte, entweder früh in Rückstand geriet oder wie gegen Haltern kurz davor stand, zählt er nicht zwingend dazu.

Mit Rückwärtsgang nicht zufrieden

„Ich weiß nicht, ob es Zufall war oder nicht“, so Tullberg. „Wir haben es auf jeden Fall angesprochen.“ Höhere Priorität hat für ihn allerdings, wie sein Team in Gänze verteidigt, dass es „kompakt steht“ und „wenige Lücken lässt“.

Ein Aufgabengebiet, das Tullberg schon länger beschäftigt. „Seit Monaten trainieren wir es, es wird besser und besser“, meint der 34-Jährige und verweist auf die gute Abwehrhaltung gegen Wuppertal (3:1) und zufriedenstellende 80 Minuten gegen Haltern. Dazwischen das Remis gegen Alemannia Aachen (3:3), bei dem er mit dem Rückwärtsgang nicht zufrieden war – Torwarttalent Luca Unbehaun rettete noch, was zu retten war.

BVB-Keeper Luca Unbehaun wird gegen Fortuna Düsseldorf II im Tor stehen.

BVB-Keeper Luca Unbehaun wird gegen Fortuna Düsseldorf II im Tor stehen. © Peter Ludewig

Gegen die auf Platz zwölf liegenden Fortuna, die Tullberg „spielstark“ erwartet, wird der 18-Jährige wohl seinen dritten Regionalliga-Einsatz absolvieren und wieder für Eric Oelschlägel im Tor stehen. „Das ist geplant“, sagt Tullberg. Auf Julian Schwermann hingegen muss der Coach wegen eines Muskelfaserrises mehrere Wochen verzichten. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison wird der 20-Jährige verletzungsbedingt aus seinem Spielfluss gerissen. Mit der Kontinuität ist es oftmals so eine Sache.

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