Christof Neuhaus von Marathon-Debüt überwältigt

Leichtathletik

Noch Stunden nach dem Rennen war Marathon-Novize Christof Neuhaus außer Puste. In Berlin hatte der 26-jährige LGO-Athlet zum ersten Mal die magische Langdistanz hinter sich gebracht, doch statt aus Atemnot kam der junge Dortmunder vor lauter Euphorie kaum zum Luftholen.

DORTMUND

, 29.09.2014, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Es war unglaublich, total unglaublich", sagte er. Beim ersten Marathon zahlen die meisten Sportler Lehrgeht – Neuhaus wurde in 2:26:44 Stunden toller 48. im Feld von mehr als 40 000 Läufern, legte eine "Traumzeit" hin und war obendrein drittschnellster Deutscher.

"Die Zuschauer waren großartig. Ich hatte ja viel über dieses Rennen gehört und war auch ein bisschen skeptisch, ob die Stimmung wirklich so toll sein würde", sagt der Leichtathlet. "Aber bis Kilometer 18 habe ich mich kaum atmen hören, die Leute standen mindestens in Zweierreihen an der Strecke."

Mit einem Kilometer-Schnitt von 3:30 Minuten legte der Debütant los, in einer gut funktionierenden Tempogruppe mit der schnellsten deutschen Frau, Anna Hahner. "Ich habe mich immer etwas seitlich der Gruppe gehalten, weil meine Schrittlänge von der Bahn noch deutlich größer ist als die der Marathonläufer. Die machen ja eher die Nähmaschine", berichtete Neuhaus.

Ein paar Probleme kurz vor der Halbmarathon-Marke belasteten ihn nur kurz, „danach lief es zwölf Kilometer lang wie auf Schienen“. Mit bis zu 14 Trainingseinheiten pro Woche hatte er sich auf dieses Rennen vorbereitet, der Plan von Trainerin Luminita Zaituc ging voll auf, und so konnte Neuhaus die kritschen Phase rund um Kilometer 30 gut überstehen und sogar noch zulegen. "Die letzten Kilometer sind wir dann flotter geworden, waren bis zu 3:25 Minuten pro Kilometer schnell."

Schon kamen ihm das Brandenburger Tor und der Zielstrich entgegen, und das "Runner‘s High", dieses emotionale Hoch, von dem die Läufer so schwärmen, ließ ihn stundenlang trotz schwerer Beine über den Boden schweben. Atemlos war Neuhaus nur, weil er von diesem "wahnsinnigen Erlebnis" unbedingt jedes Detail, das ihm einfiel, berichten wollte

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