Corona-Risikogebiet Dortmund: Stadt äußert sich zum Sport- und Ligabetrieb

mlzCorona-Maßnahmen

Dortmund gilt seit Donnerstag als Corona-Risikobetrieb. Droht jetzt auch die Aussetzung des Spielbetriebs wie in Unna? Die Stadt hat sich dazu geäußert.

Dortmund

, 15.10.2020, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Dortmund hat am Donnerstag die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten und ist damit offiziell ein Corona-Risikogebiet. In einer Pressekonferenz gab die Stadt am Donnerstagnachmittag neue Einschränkungen bekannt und was die neuen Entwicklungen für den Sportbetrieb in Dortmund bedeuten.

Jetzt lesen

Und das ist schon ein wenig überraschend – erst mal nämlich gar nichts. „Der Spielbetrieb ist davon nicht betroffen, auch nicht bei Kontaktsportarten“, sagte Recht- und Ordnungsdezernent, Norbert Dahmen in der Pressekonferenz. Sowohl Sportarten im Freien als auch in der Halle können also weiterhin betrieben werden.

Eine Aussetzungen des Ligabetriebs, wie er seit vergangenem Sonntag im politischen Kreis Unna gilt, ist für Dortmund damit erst mal kein Thema. In Dortmund warte man die neue Corona-Schutzverordnung des Landes ab, die in den kommenden Tagen erwartet werde, sagte Dahmen.

Jetzt lesen

„Ich sehe das Problem noch nicht“

Auf die wartet auch Andreas Edelstein vom Fußballkreis Dortmund, der dann mit einer Einschränkung der Zuschauerzahlen rechnet. Bislang sind auf den Plätzen 300 Zuschauer zugelassen, mit einem besonderen Hygiene-Konzept auch mehr. Der Fußballkreis werde von sich aus nicht den Spieltag absagen, sagte Edelstein. „Wir halten uns an das, was die Stadt und das Gesundheitsamt vorgeben.“

Sein Eindruck sei, dass man gelernt habe, mit der Situation besser umzugehen. „Es gibt noch keine Anzeichen dafür, dass der Sport Probleme verursacht. Die Vereine haben alle ein Hygiene-Konzept“, sagte Edelstein. „Ich hielte es für falsch, alles abzubrechen. Denn ich sehe das Problem noch nicht.“

Jetzt lesen

Für ihn sei es besser, die Spieler bewegen sich an der frischen Luft, als dass sie sich in Gruppen in kleinen Räumen zu Hause treffen. Um eine Wertung der Saison oder einen Abbruch macht sich Edelstein derweil noch keine Sorgen: „Bislang haben wir noch nicht so viele Ausfälle. Die Situation lässt es ja auch zu, dass wir spielen. Klar ist aber auch, sollte sich das ändern, werden wir nicht auf Gedeih und Verderb spielen wollen. Es gibt wichtigere Dinge.“

Lesen Sie jetzt