Das Derby gegen Schalke ist für die BVB-U23 das Endspiel für den Verlauf der Saison

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Wer hätte vor ein paar Wochen gedacht, dass das U23-Revierderby in der Regionalliga nicht nur eine ideelle, sondern auch eine sportliche Brisanz besitzen würde? Doch genau so ist es jetzt.

Dortmund

, 25.10.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach drei Spielen ohne Sieg inklusive der krachenden 0:3-Pleite vom Mittwoch gegen Aachen für den BVB und gleichzeitig zwei Schalker Siegen aus drei Spielen – darunter ein 1:0-Erfolg in Aachen – trennen die beiden Teams in der Liga nur noch drei Punkte. Bei einem Erfolg würde Aufsteiger S04 sogar an der Mannschaft von Mike Tullberg vorbeiziehen.

Vorfreude gedämpft

BVB-U23-Manager Ingo Preuß deshalb entspannt zu nennen, wäre angesichts der zuletzt wenig erbaulichen Spiele seines Teams übertrieben, trotzdem haben ihn die Ergebnisse ernüchtert zurückgelassen: „Schlimmer als nach der Niederlage gegen Lippstadt kann es mir nicht gehen“, sagt Preuß.

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Diese 1:2-Pleite gegen eine eigentlich limitierte Mannschaft hat den 61-Jährigen fassungslos zurückgelassen: „Das ist nicht zu toppen“, sagt Preuß. Dass er das Derby „wie jedes Spiel“ natürlich trotzdem gewinnen will, steht außer Frage. Nur die Vorfreude ist halt ein wenig gedämpft.

„Mit Tagesform hat das nichts mehr zu tun“

Das liegt daran, dass er sein Team in einem Strudel wähnt: „Das hat mit Tagesform nichts mehr zu tun“, so Preuß. Nach dem 0:3 unter der Woche hatten sie Einzelgespräche geführt: „Wir tun alles und es ist auch nicht so, dass die Jungs nicht wollen“, sagt Preuß. Aber im Moment passt es einfach nicht.“

Vielleicht ist ein Derby dann genau das Richtige, ein Spiel also, in dem alles passieren kann, weil es außerhalb der normalen Gesetze des Fußballs abläuft? „Es ist auf jeden Fall ein Endspiel, das zeigen wird, wohin es in dieser Saison geht“, sagt Preuß. Nach der durchwachsenen vergangenen Spielzeit hatten sie sich bei der U23 eigentlich mehr vorgenommen: „Der Kader ist erheblich besser als der in der vergangenen Saison.“

Führungsspieler fehlt

Was immer noch fehlt: Ein Führungsspieler, der die Mannschaft in schwierigen Phasen zusammenhält. Der eigentlich extra dafür nachgeholte 32-Jährige Steven Ruprecht, fällt mit einer Wadenzerrung aus. Er ist einer von sieben Verletzten, die die Lage schwierig machen. Hilfe von den Profis ist an diesem Wochenende eher nicht zu erwarten. „Aber es wird auch nicht darauf ankommen, wer spielt“, sagt Trainer Mike Tullberg, „wir wissen, was das Spiel für uns bedeutet.“

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