Das Ende einer Baroper Zeit: Kleefeldt und Bazzani äußern sich zum RW-Aus

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Ingo Kleefeldt und Mounir Bazzani haben als Sportlicher Leiter und Trainer den A-Ligisten RW Barop geprägt. Nach dieser Saison macht das Duo Schluss. Jetzt haben sie über die Gründe gesprochen.

Dortmund

, 01.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein erfolgreiches Baroper Duo sagt adé: Mitte März gab der Fußball-A-Ligist RW Barop bekannt, dass in diesem Jahr sowohl der Sportlicher Leiter Ingo Kleefeldt als auch der Trainer Mounir Bazzani den Verein verlassen werden. Als Nachfolger haben die Rot-Weißen bereits Olaf Muschal (Sportlicher Leiter) und Frank Eigenwillig (Trainer) vorgestellt. Muschal agiert seit Anfang März schon für die Baroper. Doch warum überhaupt verlassen Kleefeldt (nach insgesamt sieben Jahren) und Bazzani (nach insgesamt viereinhalb Jahren) die rot-weißen Baroper?

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Das Duo macht schnell klar: Hier wird keine schmutzige Wäsche gewaschen. „Wir hatten eine tolle und erfolgreiche Zeit in Barop“, sagt Kleefeldt. Gemeinsam mit seinem Coach Bazzani war der 48-Jährige RWB in der Saison 2015/16 in die Bezirksliga aufgestiegen. Die überkreisliche Zeit hielt allerdings nicht lange. Nur ein Jahr später ging es schon wieder runter ins Kreisoberhaus. Mit dieser Zeit verbinden Kleefeldt und Bazzani eine Menge. Es waren Phasen die geprägt haben - den Verein und auch das Duo.

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Ingo Kleefeldt hatte sich bereits im Winter dazu entschieden, den Verein zu verlassen. Kleefeldt „wollte etwas anderes machen“. „Seit ich zehn Jahre alt bin, bin ich dem Fußball aktiv treu geblieben und hatte nie große Pausen. Nun möchte ich meine anderen Interessen pflegen und bin froh, nicht jeden zweiten Tag zum Sportplatz zu müssen“, sagt er.

Mehr Zeit, neue Hobbys

Der ehemalige Sportliche Leiter wolle seine Zeit vermehrt mit der Familie und Freunden verbringen sowie nun häufiger ins Fitnessstudio und in die Sauna gehen. Darüber hatte Kleefeldt den Verein frühzeitig informiert, sodass sich Rot-Weiß nach Ersatz umsehen konnte und in Olaf Muschal schließlich auch fand. „Der Verein ist auf einem guten Weg“, so Kleefeldt, der den Fußball aktuell tatsächlich überhaupt nicht vermisst. „Man hat gemerkt, dass es wichtigere Dinge als Fußball gibt. Ich vermisse nur die Gespräche mit den Jungs. Da hatte man immer Spaß“, sagt der 48-Jährige, der nun erst einmal trotz einiger Anfragen anderer Klubs eine längere Fußballpause einlegen wolle.

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Ob Mounir Bazzani auch eine längere Pause einlegen wird, ist noch unklar. Aktuell ist er noch Trainer bei RW Barop, wenngleich der Trainings- und Spielbetrieb wegen der Corona-Krise weiterhin aussetzt - und der Coach aller Voraussicht nach kein weiteres Spiel mehr mit seiner Truppe bestreiten wird.

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Auch Bazzani ist mit seiner Zeit in Barop zufrieden. „Ich kam mit dem Vorstand um Andreas Hellwig und Dirk Otto immer super klar“, sagt er. Dennoch brauche er einen Tapetenwechsel. „Die Trennung ist in beidseitigem Einvernehmen gelaufen. Wir wollen beide nicht mehr miteinander weitermachen“, sagt der Coach, der in den vergangenen Jahren immer wieder jungen Spielern aus der A-Jugend die Chance gegeben hat, sich in die erste Mannschaft zu spielen.

Verärgerung bei manchen Spielern?

Einiger dieser Spieler sollen sich laut Bazzani nun aber verärgert gezeigt haben. „Spieler haben sich beschwert, dass ich nicht weitermache. Das kam bei den Jungs nicht gut an. Wir hatten eine geile Truppe, alle wollten zusammenbleiben“, sagt Bazzani abschließend.

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