Das sind die Stärken und Schwächen der Endrundenteilnehmer

32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Zwölf Mannschaften haben sich in die Endrunde der 32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft vorgekämpft und wollen sich den prestigeträchtigen Titel in der Helmut-Körnig-Halle sichern. Wir stellen die Mannschaften vor, blicken auf die Stärken und schwächen der Teams und geben eine Prognose ab, wer das Potenzial zum Turniersieg hat.

DORTMUND

08.01.2016, 09:00 Uhr / Lesedauer: 4 min
Zwölf Teams kämpfen ab heute in der Endrunde der 32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in der Helmut-Körnig-Halle um den Titel.

Zwölf Teams kämpfen ab heute in der Endrunde der 32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in der Helmut-Körnig-Halle um den Titel.

SV Brackel 06

Stärken: Der SV Brackel 06 ist seiner Favoritenrolle als Westfalenligist bislang gerecht geworden. Gegen die unterklassigen Teams hat die Mannschaft konzentriert gespielt und dem Schlendrian so keine Chance gegeben.

Schwächen: Wenn die Konzentration einmal fehlt, werden Brackeler Fehler konsequent ausgenutzt. Und auch die Chancenverwertung ist noch ausbaufähig, zu oft spielte die Schmeing-Elf einen Pass zuviel vor dem Tor.

Prognose: Mit dem Vizestadtmeister ist wieder zu rechnen. Trainer und Team sind heiß, der zweite Tag in jedem Fall drin. Dann entscheidet die Konzentration.

Mengede 08/20

Stärken: Wenn Mengede 08/20 ins Rollen kommt, wird jeder Gegner seine Probleme kriegen. Mengede verfügt einerseits über ein spieltechnisch versiertes Team, andererseits aber auch über hervorragende Einzelspieler.

Schwächen: Gegen defensiv gut organisierte und konsequent verteidigende Mannschaften tun sich die Mengeder mitunter schwer. Auch die Defensive zeigte sich bei schnellen Kontern der Gegner nicht unverwundbar.

Prognose: Mengede ist ein heißer Aspirant für das Halbfinale. Bei einem optimalen Turnierverlauf könnte es sogar zum vierten Stadtmeistertitel reichen.

FC Brünninghausen

Stärken: Westfalenligist FC Brünninghausen verfügt mit Spielern wie Alex Enke, Florian Gondrum und Dominik Behrend über einige Hallenspezialisten. In Muhammed Acil hat der FCB einen starken Rückhalt im Tor.

Schwächen: In der Zwischenrunde ließ der FCB viele Torchancen aus. Gegen die schnelle Offensive von RW Germania wirkte die Defensive unsicher.

Prognose: Mit dem Kirchhörder SC und Westfalia Wickede hat der FCB eine Hammergruppe erwischt. Wenn Brünninghausen die Gruppenphase übersteht ist alles möglich.

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Kirchhörder SC

Stärken: Der Kirchhörder SC verfügt über taktische Reife. Das Team versteht es, Ordnung zu halten, prescht aber immer wieder nach vorne. Ein Trumpf ist Sascha Rammel.

Schwächen: Auch in der Halle fehlt dem KSC ein reiner Knipser. Kevin Franzen mit seinen acht Treffern bewies zwar Torjägerqualitäten, aber in die Bilanz fällt auch das 11:0 gegen den schwachen B-Ligisten VfR Kirchlinde.

Prognose: Selbst wenn sich die ersten beiden Teams der ersten starken Gruppen im Viertelfinale kreuzen, erreicht Westfalenligist KSC das Halbfinale.

BSV Schüren

Stärken: Der BSV Schüren besticht durch Routine. Viele Spieler haben langjährige Hallenerfahrung, wissen, wie sie sich bewegen müssen. Dazu kommt die individuelle Klasse.

Schwächen: Dimitrios Kalpakidis spielt gewöhnlich durch, was bislang ziemlich gut funktionierte. Sollte er aber mal ausfallen, fehlt seinem Tauschpartner die Spielpraxis.

Prognose: Der BSV Schüren ist in der Vor- und Zwischenrunde-Verfassung ein Endspielkandidat. 

Westfalia Wickede

Stärken: Zwar spielte Westfalia Wickede bislang nicht die Art von Hallenfußball, die einen aus den Socken haute, dafür aber stets grundsolide und souverän. Das Fehlen wichtiger Spieler wie beispielsweise Marco Dej und Andreas Toetz machte sich dank des restlichen Kaders nicht bemerkbar.

Schwächen: Als es zum ersten und bislang einzigen Mal nicht nach Plan lief, kam sichtlich Unruhe in den Aktionen auf. Gegen Bövinghausen traf Wickede das Tor nicht und unterlag letztlich verdient mit 0:1.

Prognose: Mit Brünninghausen und Kirchhörde hat Wickede ein schweres Los erwischt. Von nun an ist jedes Spiel ein Endspiel um den zweiten Tag und die weitere Teilnahme am Turnier. 

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TSC Eintracht

Stärken: Der TSC Eintracht verfügt über ein taktisch diszipliniertes, defensiv glänzend organisiertes und als Ganzes prima funktionierendes Team, das in engen Spielen auch Drucksituationen standhält.

Schwächen: Abzuwarten bleibt, wie die Mannschaft mit Rückständen umgeht und ob sie dann weiterhin die Ruhe bewahrt. Nur einmal lagen die Eintrachtler im bisherigen Turnierverlauf hinten, die – allerdings bedeutungslose – Zwischenrunden-Partie gegen Mengede ging auch prompt verloren.

Prognose: Der TSC sollte auf jeden Fall am zweiten Tag noch dabei sein. Selbst der Halbfinal-Einzug wie 2014 scheint keineswegs unmöglich.

TuS Eichlinbghofen

Stärken: Das Publikum kann Berge versetzen. Die bemerkenswerten Anhänger des Bezirksligisten TuS Eichlinghofen motivieren das Team noch mehr. Aber Trainer Reza Hassani hat eine willens-, spiel- und kampfstarke Mannschaft, die sich verdient in der stark besetzten Halle Wellinghofen durchgesetzt und das Ticket für die Endrunde gelöst hat.

Schwächen: Die Eichlinghofer dürfen bei aller Euphorie nicht vergessen, die Tore zu verhindern. Sonst wird es für die Rot-Schwarzen ziemlich schwer.

Prognose: Die Gruppe mit den beiden anderen Bezirksligisten scheint ausgeglichen. Die Fans aber dürfen sich freuen. Sie erleben ihr Team mit Sicherheit auch noch am zweiten Tag. 

SC Husen-Kurl

Stärken: Der SC Husen-Kurl ist eine homogene Mannschaft ohne herausragende Einzelkönner und damit schwer auszurechnen. Trainer Jörg Lange bietet ein eingespieltes Bezirksliga-Team auf, das sich im Turnierverlauf gesteigert hat. In Marc Wiegand hat der Bezirksligist einen reaktionsschnellen Keeper in seinen Reihen.

Schwächen: Nach Rückstanden tut sich der SC häufig schwer, da auch dort ein Torjäger fehlt. In der Folge bekommt Husen leicht Probleme.

Prognose: Husen-Kurl belegt hinter dem SV Brackel 06 den zweiten Platz und qualifiziert sich für den zweiten Endrundentag. Im Viertelfinale dürfte dann aller Voraussicht nach aber Endstation sein. Oder der SC überrascht.

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TuS Bövinghausen

Stärken: Dass sich Bezirksligist TuS Bövinghausen vor großen Namen nicht scheut, hat der direkte Einzug mit dem Sieg über Westfalia Wickede (1:0) im Halbfinale der Zwischenrunde gezeigt. Der TuS ist diszipliniert aufgetreten und hat ein Team mit spielstarken und schussgewaltigen Akteuren.

Schwächen: Anders als gegen Wickede läuft es, wenn die Moral durch einen frühen Gegentreffer einen Knick bekommt. So ist der Bövinghauser Widerstand leicht zu brechen.

Prognose: In einer reinen Bezirksliga-Gruppe kann Bövinghausen den zweiten Tag erreichen. Dann aber kann direkt wieder Brackel drohen, in den K.o.-Spielen kann der TuS dann nur noch überraschen.

Westfalia Huckarde

Stärken: Westfalia Huckarde stellt sich auch großen Herausforderungen mutig entgegen. Im letzten Gruppenspiel gegen Urania drohte das frühzeitige Aus, doch diese Situation meisterte die Westfalia ebenso wie die folgende Aufgabe gegen Westfalenligist Mengede, wo Konzentration und Kraft sogar für 30 Minuten reichten.

Schwächen: Wenn es nicht auf Anhieb läuft, lässt sich die Mannschaft allzu leicht von ihrem Konzept abbringen und verliert auch die Ruhe. Mehrfach kassierte die Westfalia in der Schlussphase entscheidende Gegentore.

Prognose: Erreicht die Mannschaft die Qualität des zweiten Zwischenrundentages , ist das Viertelfinale machbar. Das wäre ein Erfolg für den Bezirksligisten.

TuS Hannibal

Stärken: In der Defensive verhält sich der Bezirksligist TuS Hannibal sehr diszipliniert. Das robuste Team von Hamsa Berro beeindruckte in der Halle bislang durch seine Zweikampfstärke und die kontrollierte Spielweise. So überzeugte das Team in den beiden bisherigen Runden.

Schwächen: Hannibal versucht es zu häufig mit weiten Bällen. Dies führt in der Folge zu schnellen Ballverlusten. Die Offensive verfügt über wenig Durchschlagskraft, einen echten Torjäger hat der Bezirksligist nicht in seinen Reihen. Im Abschluss muss sich das Team steigern.

Prognose: Gegen die Favoriten BSV Schüren und Mengede 08/20 wird es für den TuS Hannibal schwer. Hier muss der TuS auf den Überraschungsmoment setzen.

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