Das Spielerische stimmt beim VfR Sölde, die Ergebnisse nicht - Wende soll im Derby gelingen

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Bezirksligist VfR Sölde hätte all seine Spiele gewinnen können, sagt Trainer Sebastian Grundmann. Immerhin gelang ein Sieg am Wochenende. Ist der Knoten geplatzt? Das soll das anstehende Derby zeigen.

Dortmund

, 17.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Spielerische stimmt beim VfR Sölde, die Ergebnisse nicht - Wende soll im Derby gelingen

Sebastian Grundmann und der VfR Sölde könnten in der Liga besser stehen. © Paulitschke

Die Moral stimmt, die Punkteausbeute (noch) nicht. Das sagt Sebastian Grundmann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfR Sölde, nach dem 3:2-Erfolg beim Holzwickeder SC II. Die Grün-Weißen taten am Sonntag dabei alles dafür, dass beim Vorletzten nicht auch noch Zähler liegen blieben. Sie lagen zur Pause 0:2 hinten, drehten die Partie danach aber dank der Tore von Dominik Podubrinn (57.) und Miguel Simoes Dos Santos (59. und 89.).

So klettern sie auf den sechsten Tabellenplatz, was laut Grundmann nicht das Ende aller Ziele sein darf: „Um dauerhaft oben mitzuspielen, brauchen wir noch mehr.“

Grundmann ist mit dem Spielerischen zufrieden

Das trifft nicht auf den Glauben an sich selbst zu. Den bewiesen die Sölder in Holzwickede. Auch während der ersten Hälfte, als sie in Rückstand gerieten, spielte Sölde gut mit. Generell gilt laut Grundmann: „Spielerisch machen wir es schon ganz ordentlich, auch taktisch und defensiv. Dazu kommt, dass wir nicht aufgeben. Nur sind neun Punkte aus sechs Spielen eindeutig zu wenig.“

Und diese Zwischenbilanz bringt den Coach zum Manko seines Teams: „Wir sind nicht effizient genug.“ Es hätten also mehr Tore sein dürfen als die elf. „Daran müssen wir arbeiten“, sagt Grundmann. „Wir haben so viele Chancen, eben auch, weil wir spielerisch gut auftreten, aber da machen wir viel zu wenig draus.“

Grundmann sagt in der Rückbetrachtung: „Wenn wir konsequent gespielt hätten, hätten wir überhaupt nichts abgeben müssen. In jedem Spiel hatten wir die Chancen für einen Dreier.“

Viele Punkte verspielt

Im ersten Spiel gegen den FC Roj kassierte der VfR das 2:2 erst in der Schlussminute. „Dann waren wir in Massen die bessere Mannschaft.“ Bis zum ersten Sieg gegen Mengede 08/20 (5:1) am dritten Spieltag hatten die Jungs vom Rosengarten schon vier Zähler verspielt.

Dann die Niederlage bei der aktuellen Mannschaft der Stunde, dem TuS Körne (0:2): „Aber“, sagt Grundmann, „auch da war mehr drin.“ Es folgte ein Remis der Grundmannschen Kategorie „vermeidbar“: 1:1 gegen RW Germania! „Ich will den Gegnern nicht absprechen, dass sie sich nicht den Punkt verdient hatten. Aber wir hatten einfach immer beste Gelegenheiten.“ Zum Abschluss macht der Sieg über Holzwickede aber Mut.

Die Personalprobleme - über lange Sicht fehlen neun Leute - lässt Grundmann nicht als Ausrede gelten, aber einige Ausfälle sind schon bitter: Thomas Rauen zog sich vor einer Woche einen Kreuzbandriss zu, Kevin Kastner riss sich das Innenband. Und dann fehlt Jens Jäkel auch noch länger wegen einer Zerrung im Adduktorenbereich. Da Rauen lange fehlt und Jäkel jetzt auch, fallen zwei Routiniers aus.

Derbysieg wäre wichtig

Allerdings haben für den Trainer die „Leute in unserem breiten Kader“ auch das Potenzial, das ambitionierte Team oben zu etablieren. Da wäre ein Sieg im Derby am Sonntag bei Viktoria Kirchderne wichtig: „Kirchderne hätte sich den Start bestimmt auch besser vorgestellt als den elften Rang. Das heißt aber auch, wir müssen aufmerksam sein.“

Um die Abwehr aber macht sich Grundmann die wenigsten Sorgen: „Wir stehen gut.“ Aber dennoch tut jedes Gegentor weh, wenn die Offensiven nicht treffen. Drei Tore in Holzwickede könnten allerdings die Wende zur Effizienz bedeuten.

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