Daten und Fakten zum 130. St. Leger in Dortmund

Pferdesport

Es ist angerichtet. Der Rasen ist in Form gebracht. Die Tribünen sind für den Besucher-Ansturm gerüstet und das Rahmen-Programm ist auf die Minute geplant. Der wichtigste Renntag in Wambel kann beginnen. In Zahlen ausgedrückt heißt dies: Acht Rennen, in denen es insgesamt um 150.000 Euro an Rennpreisen und Züchterpreisen geht.

DORTMUND

19.09.2014, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Sonntag wird das 130. St. Leger in Wambel ausgetragen.

Am Sonntag wird das 130. St. Leger in Wambel ausgetragen.

1776 rief der englische Politiker und Offizier, Anthony St. Leger, das Galopprennen „A Sweepstake of 25 Guineas“ ins Leben. Daraus entwickelten sich die in Doncaster gelaufenen St. Leger Stakes, das älteste der fünf sogenannten klassischen Rennen auf der Insel. Die Klassiker sind über verschiedene Distanzen die wichtigsten Zuchtrennen für dreijährige Hengste und Stuten. Der deutsche Galoppsport folgte dem britischen Vorbild. Die Klassiker heißen hier Mehl-Mühlens-Rennen (Köln/1600m), Deutsche Derby (Hamburg/2400m), Deutsches St. Leger (Dortmund/2800m). Diese drei zu gewinnen – die Triple Crown - hat in Deutschland bisher nur ein Pferd geschafft. Der von Sven von Mitzlaff trainierte Königsstuhl 1979. Die klassischen Rennen für Stuten werden in Düsseldorf ausgetragen.  

Das Starterfeld ist in jedem Jahr sehr erlesen und lockt auch ausländische Starter nach Dortmund. So sind diesmal drei englische und ein französisches Pferd genannt.  

Das Deutsche St. Leger wird seit 1881 gelaufen. Das erste Rennen fand in Hannover statt. 1909 bis 1944 wanderte es nach Berlin, zuerst nach Grunewald (bis 1932), danach nach Hoppegarten. 1947 wurde es erstmals in Dortmund gelaufen. Nach zwei Jahren in Düsseldorf ging es 1950 wieder nach Dortmund.  

Seit 2007 haben vier Mal die älteren Semester triumphiert und drei Mal die Vertreter des Derbyjahrganges, zuletzt im Vorjahr die Stute Hey little Görl.  

Zu den erfolgreichsten deutschen Trainern der vergangenen zehn Jahren gehört Peter Schiergen, der von 2005 bis 2007 den Sieger stellte. Zwei Siege konnte Uwe Ostmann jeweils 2008 und 2010 einfahren. Rekordtrainer ist Sven von Mitzlaff, der zehnmal den Sieger sattelte. Erstmals 1959 Ordinate und zuletzt 1985 Kamiros II. Die Vorjahressiegerin, Hey Little Görl, unter Jockey Andreas Helfenbein und Trainer Markus Klug, brachte auch die höchste Quote der vergangenen zehn Jahre. Der Totalisator zahlte 70 für 10.  

Je fünf Sieger ritten Peter Alafi und Fritz Drechsler. Unter den noch aktiven Jockeys führt Vorjahressieger Andreas Helfenbein mit drei Siegen. In den vergangenen zehn Jahren konnten Andrasch Starke, Andreas Helfenbein und Terence Hellier je zwei Sieger ins Ziel bringen.

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