Den Dortmunder Fußballern droht das größtmögliche Horrorszenario

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Die Corona-Krise hat den Amateurfußball gerade im Würgegriff. Niemand weiß so richtig, wie es weitergeht. Auch Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski nicht. Er schließt ein Horrorszenario nicht aus.

Dortmund

, 04.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alle Fußballer warten auf die Entscheidung des Präsidiums des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Am Dienstag stimmt das Präsidium des FLVW über das Ende der Amateurfußball-Saison in Westfalen ab. Im Anschluss geht der Vorschlag an die Ständige Konferenz (11. Mai) und an den Verbandstag (Mitte Juni).

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Klar ist, dass die Saison nicht zu Ende gespielt wird. Völlig unklar ist noch, wann es dann wieder mit der neuen Spielzeit losgeht. Und das ist ein großes Problem für Jürgen Grondziewski. Denn der Dortmunder Kreisvorsitzende schließt es nicht mehr aus, dass die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft im kommenden Winter nicht stattfindet.

„Wir Sportler hängen doch gerade in der Luft und wissen doch gar nicht, ob und wie es weitergeht“, sagt der Dortmunder Kreisvorsitzende. Die Absage von Deutschlands größter Hallenfußball-Stadtmeisterschaft wäre nicht nur für Grondziewski ein Horrorszenario. Es wäre eins für alle Amateurfußballer der Stadt.

Der Hallenfußball-Stadtmeister 2020: BSV Schüren

Der Hallenfußball-Stadtmeister 2020: BSV Schüren © Schütze

Die Veranstaltung ist Dortmunds liebstes Kind. Nichts polarisiert mehr als die Stadtmeisterschaft. 72 Mannschaften suchen an insgesamt sechs Veranstaltungstagen den neuen Stadtmeister. Aktuell ist der BSV Schüren der König der Halle. Aber auch Helden wie der B-Ligist SV Westrich werden in der Halle geboren.

„Wir haben große Sorgen, dass wir die Stadtmeisterschaft absagen müssen“, sagt Grondziewski. Bis zum 31. August sind Deutschland-weit keine Großveranstaltungen erlaubt. „Was danach kommt, weiß niemand“, sagt Grondziewski.

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Man müsse bis Mitte August abwarten, wie die Politik entscheidet. Erst dann könne sich Grondziewski ein genaueres Bild machen. Erst dann könne er wissen, ob überhaupt gespielt werden kann. „Vielleicht fallen die Stadtmeisterschaften komplett aus. Vielleicht finden sie ohne Zuschauer statt, vielleicht nur mit einer geringeren Anzahl“, sagt der Kreisvorsitzende.

Stand heute ist nicht daran zu denken, in der Helmut-Körnig-Halle vor 4000 Fans zu spielen. Grondziewski wird im August dann auch die Gespräche mit den Sponsoren suchen. „Es klingt bitter und ich will es mir gar nicht vorstellen. Aber wenn es nicht möglich ist, dann muss die Stadtmeisterschaft einmal ausfallen“, sagt Grondziewski. Ein Satz, den kein Amateurfußballer in Dortmund hören möchte.

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