Der ASC 09 Dortmund II verzichtet im Topspiel freiwillig auf einen Spieler - aus Schutz

mlzFußball-Kreisliga A1

Tabellenführer ASC 09 Dortmund empfängt zum Topspiel den direkten Konkurrenten Westfalia Huckarde. Das Hinspiel sollte dem Tabellendritten Westfalia Huckarde warnend in Erinnerung sein.

von Moritz Lerch

Dortmund

, 07.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Westfalia unterlag im September 2019 dem ASC mit 1:5 und musste ihre damit höchste Saisonniederlage hinnehmen. Damals coachte Philip Sprenger noch bei Westfalia Huckarde. Nun läuft er für den ASC 09 auf auf. Durch die überraschende Punkteteilung Aplerbecks vergangenen Sonntag bei Osmanlispor konnte Huckarde bis auf zwei Punkte an den Tabellenführer herankommen. Mit einem Sieg könnte Huckarde also am Tabellenführer vorbeiziehen.

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Dass Westfalia Huckarde es dem ASC 09 nicht so leicht wie im Hinspiel machen wird, weiß Spielertrainer Chris Meschede ganz genau. „Das Hinspiel war richtig ärgerlich. Das haben wir sehr vergeigt. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz und auch gute Torchancen, waren aber viel zu harmlos vor dem Tor. Wir haben auch einen Elfmeter verschossen“, lässt er Revue passieren, aber „das Spiel Sonntag wird deutlich besser als das Hinspiel werden aus unserer Sicht, da bin ich mir sicher“, so Meschede.

Westfalia Huckarde tritt mit breiter Brust auf

Immerhin habe Westfalia Huckarde eine sehr starke Serie aufgestellt und kann daher trotz der Niederlage in Barop vorletzte Woche mit breiter Brust zum Tabellenführer reisen. Auch sein Gegenüber, Spielertrainer Tim Schwarz erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Ich gehe von einem Spiel auf hohem Kreisliganiveau aus. Wir wissen, wie gut Huckarde ist“, erklärt er.

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Des Weiteren kenne man sich schon sehr lange untereinander und habe schon häufig gegeneinander gespielt. „Ich gehe davon aus, dass Aplerbeck uns wieder mehr Ballbesitzt lässt und sich ihre Pressing-Zonen suchen wird. Wichtig ist diesmal aber, dass wir uns klare Torchancen herausspielen und die Bälle im Pressing Aplerbecks nicht leichtsinnig verlieren“, gibt Meschede die Marschroute für Sonntag vor.

„Wir haben diese Woche sehr gut trainiert. Man merkt direkt, dass in der Woche vor so einem Topspiel die Intensität im Training deutlich höher ist“, freut sich Meschede über den Eifer seiner Spieler. Ob er selbst am Sonntag auf dem Platz stehen wird, steht noch nicht fest. „Ich habe mit muskulären Problemen zu kämpfen und werde am Sonntag spontan entscheiden, ob ich spielen kann oder nicht“.

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So oder so werde er eine „schlagfertige Truppe“ auf den Rasen bringen. Aber auch der ASC blickt auf eine starke Trainingswoche zurück. „Die Jungs haben beim Training sehr konzentriert gearbeitet. Man hat ihnen die Wut im Bauch nach dem verlorenen Spiel in Osmanlispor vergangenes Wochenende angemerkt“, berichtet Tim Schwarz.

ASC 09 II tritt ohne Sprenger an

Philip Sprenger stand im Hinspiel noch an der Seitenlinie bei Westfalia Huckarde. In der Winterpause schloss er sich dann dem ASC II an. „Philip kennt natürlich unsere Stärken ganz gut. Ihn können wir nicht großartig überraschen“, erklärt Meschede. Aber: „Er wollte uns alleine lassen. Ich sage dazu jetzt nichts, aber die Jungs und ich sind heiß ihn zu besiegen“. Daraus wird jedoch nichts, zumindest nicht auf dem Platz.

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„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass Philip nicht spielt. Dadurch wollen wir die Emotionen aus dem Spiel nehmen und ihn auch gewissermaßen schützen. Wir möchten schließlich noch was von ihm in der Rückrunde haben“, erzählt Schwarz. Dabei sein und zugucken werde Sprenger aber ohne Zweifel.

Zur Erinnerung: Philip Sprenger trainierte in der Hinrunde noch Westfalia Huckarde, wollte aber gerne selber wieder auf dem Platz stehen und schloss sich nach einer Anfrage von Tim Schwarz der zweiten Mannschaft vom ASC an. „Wir kennen uns schon sehr lange, haben auch mit Dominik Altfeld hier zusammen in der Ersten gespielt“, so Schwarz.

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Es ist zwar noch ein bisschen hin bis zum Saisonende, aber Chris Meschede und Tim Schwarz wissen genau um die Wichtigkeit dieses Spiels. „Wenn wir verlieren sollten, wird es für uns ganz hart werden, am Ende ganz oben zu stehen. Das Spiel hat absolute Priorität“, so Meschede. Wie genau er die Spieler fürs Gipfeltreffen einstimmt hängt vom Individuum ab. „Manche Spieler brauchen den Druck, um ihre beste Leistung zu bringen. Anderen hingegen kommt man zu Gute, indem man ihnen den Druck abnimmt und ihnen klar macht, es sei ein Spiel wie jedes andere“, erklärt Huckardes Spielertrainer.

Tim Schwarz spricht noch nicht von einer möglichen Entscheidung

Tim Schwarz tut „sich schwer, von einem entscheidenden Spiel zu sprechen“. Zu lang sei noch die Rückrunde, um voreilige Schlüsse zu ziehen. „Hätten wir in Osmanlispor gewonnen und würden jetzt am Sonntag auch Huckarde besiegen, dann hätten wir sie mit acht Punkten Vorsprung ein wenig abgeschüttelt. Aber dem ist nicht so“, fügt er hinzu. Man dürfe auch nicht Blau-Weiss Huckarde außer Acht lassen.

„Für mich sind sie in der Rückrunde der Favorit. Sie haben im Winter viel investiert und gute Spieler verpflichtet“, blickt Schwarz auf den Tabellenzweiten. Freuen tut er sich aber ohne Zweifel auf das Spiel am Sonntag. „Wenn man wie ich lange Zeit höher gespielt hat, freut man sich besonders auf einen sehr starken Gegner, der ein höheres Niveau als Kreisliga A hat.“

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