Der Kirchhörder SC tankt neues Selbstvertrauen - auch dank Aleksandar Djordjevic

mlzFußball-Westfalenliga

Der Kirchhörder SC hat im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung geschöpft. Auch dank der vier Tore von Aleksandar Djordjevic. Beim KSC sind sie darauf bedacht, die Bodenhaftung zu wahren.

Dortmund

, 25.02.2019, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor einer Woche, beim 1:1-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit in Wiemelhausen, hat es zunächst klick gemacht. An diesem Sonntag nun scheint der Kirchhörder SC den Hebel im Kampf um den Klassenerhalt vollends umgelegt zu haben. Mit 6:2 fegte der Fußball-Westfalenligist den SV Horst-Emscher vom Platz an der Kobbendelle. Und ein Gefühl schlich sich ein, das die Spieler von Lothar Huber fast schon vergessen hatten. „Das war ein schönes Gefühl“, sagte der Trainer mit einem Tag Abstand. „So etwas haben die Jungs ja lange nicht erlebt. Und das dürfen sie diese Woche dann mal genießen.“

Nun wäre Lothar Huber nicht Lothar Huber, würde er nicht schnellstmöglich auf die Euphoriebremse treten, ehe es sich seine Mannschaft auf der Überholspur bequem machen könnte. „Am Ende gibt es auch für ein 6:2 nur drei Punkte und nicht zehn oder zwanzig“, sagte der Trainer. Noch trennen den KSC (13 Punkte) zwei Zähler vom Relegationsplatz, den derzeit Horst-Emscher belegt. Zum Nicht-Abstiegsplatz (BSV Schüren) sind es sechs Punkte. „Hier darf jetzt wegen eines Spiels keiner abdrehen, aber dafür werde ich schon sorgen“, betonte Huber.

Djordjevic avanciert mit vier Treffern zum Mann des Tages

Auch Aleksandar Djordjevic, am Sonntag mit vier Treffern Mann des Tages, warnt vor Nachlässigkeiten. „Das war ein wichtiger Sieg für uns, aber wir müssen jetzt auch dranbleiben und diese Leistung bestätigen“, sagte der Stürmer, der im Winter trotz Anfragen auch aus der Oberliga vom Landesligisten Hombrucher SV zum Kirchhörder SC gestoßen war.

Djordjevic ist trotz der prekären Lage seines neuen Klubs überzeugt davon, den richtigen Schritt getan zu haben. „Das Potenzial unserer Mannschaft ist größer, als es der Tabellenplatz zeigt“, sagte der 21-Jährige, der seine fußballerische Ausbildung bei RW Ahlen genossen hat und dort 2016 kurz vor einem Engagement in der Regionalliga-Vertretung stand. Er sei überzeugt davon, „dass wir den Klassenerhalt packen“. Und er will dabei mithelfen, das Ziel zu verwirklichen. So wie am Sonntag, als er „einen echten Sahnetag“ erwischt habe und in seiner ersten Partie von Beginn an nach zuvor zwei Einwechselungen gleich vier Tore erzielte. „Das war ein Spiel, da sollte man jetzt nicht abheben“, sagte er.

Neues Selbstvertrauen beim KSC

Dennoch haben seine Treffer den Kirchhördern neues Selbstvertrauen eingehaucht, und Trainer Lothar Huber bestätigt. „Er hat sich im Training reingehängt und aufgedrängt, daher haben wir entschieden, dass er gegen Horst-Emscher beginnt“, sagte Huber und fügte schmunzelnd an: „Er hat alles richtig gemacht, wir als Trainerteam aber auch.“ Der Coach bezeichnete Djordjevic als „vorne eiskalt. Wenn er auf dem Teppich bleibt, könnte er einer von denen sein, die uns da unten rausschießen.“

Djordjevic, der bringt neben seinen Vollstrecker-Qualitäten aber auch spielerische Elemente mit ein und sucht gerne Eins-gegen-eins-Situationen. „Er macht Dinge, die so keiner erwartet“, sagte Huber, was dem Trainer künftig mehr Alternativen in der Offensive bietet. Zumal sich auch der letztjährige Toptorjäger Christian Wazian nach monatelanger Verletzungspause wieder fit gemeldet hat. Beim KSC dürfen sie also durchaus wieder optimistisch in die Zukunft blicken.

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