Der TuS Bövinghausen zeigt zum Saison-Auftakt viel zu wenig

mlzFußball-Westfalenliga

Der TuS Bövinghausen hat sich zum Saisonstart nicht von der besten Seite gezeigt. Dabei hätte ein Spieler gegen YEG Hassel frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können.

Dortmund

, 07.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So viel hatte sich der TuS Bövinghausen vor dem ersten Spieltag vorgenommen. Ein Platz unter den ersten Fünf soll es am Ende der Spielzeit sein. Am liebsten Rang eins. Aber die Leistung von Sonntag lässt nicht auf einen Oberliga-Aufstieg schließen. Zu schwach war der Auftritt beim 2:2 (0:1) gegen ein mittelmäßiges Team von YEG Hassel.

Die Zuschauer erkannten schnell, dass der TuS Bövinghausen das spielerisch bessere Team am Sonntag stellte, aber genauso schnell erkannten die Besucher, dass der TuS sich viel zu häufig auf unnötige Zweikämpfe und Wortgefechte einließ.

„Wir haben uns viel zu sehr auf das emotionale Spiele von Hassel eingelassen“, sagte Sechser Patrick Rudolph. Und das war der Plan des Gastes. „Wir wussten, dass auf uns brutale Qualität wartet. Deshalb wollten wir mit aggressivem Spiel von Beginn an den Spielfluss der Bövinghauser unterbinden. Und das ist uns gut gelungen“, analysierte Hassels Trainer Ahmet Ilhan.

Jetzt lesen

Hassel hatte aber das Spielglück auf seiner Seite. Erst scheiterte Sebastian Mützel per Kopf (10.), dann per Foulfmeter (12.). „Da muss ich natürlich dafür sorgen, dass wir in Führung gehen“, sagte Bövinghausens Mützel.

YEG Hassel geht in Führung

Die nächste Chance hatte Ervin Catic. Seinen Kopfball parierte Hassels Torhüter Polat Keser (27.). „Nutzen wir bis zur 30. Minute unsere Chancen, gewinnen wir das Spiel. So lief es plötzlich gegen uns“, sagte Patrick Rudolph.

Jetzt lesen

Mit der ersten richtigen Einschussmöglichkeit ging nämlich YEG Hassel in Führung. Nach einem Freistoß bugsierte Mützel einen Kopfball von Ridvan Demircan mit der Schulter ins eigene Netz (41.). „Da konnte ich nicht mehr zur Seite gehen. Der Ball wäre aber auch so ins Tor gegangen“,, sagte Mützel.

Nach dem Wechsel versuchte Bövinghausen endlich mehr Struktur ins Spiel zu bringen. In erster Linie war der starke Patrick Rudolph dafür verantwortlich, der bekam zu selten Unterstützung.

Jetzt lesen

Sein Bruder Kevin schoss dann den Treffer zum 1:1 (72.). Eine Minute nach seiner Einwechslung wuchtete er den Ball aus 23 Metern ins Netz. Jetzt sprach das Momentum für Bövinghausen. Das Team war am Drücker. Hassel verteidigte nur noch. Trotzdem ging der Gast wieder in Führung (75.). Und wieder war es nach einem Standard. Diesmal stand Alper Özgen frei und köpfte ein. „Das darf uns nicht passieren. Zwei Gegentore nach Standards. Dabei war ganz klar abgesprochen, wie wir verteidigen. In der Halbzeit hatten wir da sogar noch einmal drüber geredet“, sagte Patrick Rudolph.

Rückstand hinterherlaufen

So lief der TuS wieder einem Rückstand hinterher. Und lange sah es danach aus, als sollte das Team mit einer Niederlage starten. Denn bis zur vierten Minute der Nachspielzeit lag das Team weiter zurück. Erst dann gelang dem Team durch André Witt der Ausgleich. Nach einem Freistoß von Deniz Batman stand er goldrichtig und bugsierte aus acht Metern den Ball ins Tor. Zwei Minute später hatte Pjer Radojcic aus 18 Meter sogar noch einmal eine Freistoßchance, scheiterte aber am Keeper. „Letztlich bin ich happy über den Punkt „, sagte Mützel.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt