Der Verbleib von acht Teams im Kreis Dortmund ist offen

Bis zu acht Vereine könnten den Fußball-Kreis Dortmund in der Zukunft verlassen, auf der Gegenseite könnte ein Klub hinzukommen. Das wären zumindest die möglichen Folgen einer neuen Kreisstrukturreform, die die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) auf den Weg gebracht hat.

von Von Thomas Schulzke

, 19.10.2011, 08:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortmunds Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski.

Dortmunds Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski.

Die neue Kreisstruktur im FLVW soll den Grenzen der kommunalen Kreise und kreisfreien Städte in Westfalen entsprechen. Somit gäbe es nur noch 26 Kreise im FLVW. Aktuell sind es 33. Hermann Korfmacher, der FLVW-Präsident, wirkte nach der Konferenz positiv gestimmt: "Ich bin froh, dass alles auf den Tisch kam: Bedenken, Zweifel aber eben auch die Argumente, die letztendlich den Ausschlag für das Ja zur Reform gegeben haben." Nur ein Ja zur Reform ist nicht amtlich, weil die Abstimmung erst auf einem außerordentlichen Verbandstag 2012 stattfindet. "Wir Kreisvorsitzenden klopfen erstmal die Stimmung bei den Klubs ab, bevor wir eine Tendenz preisgeben", sagt Dortmunds Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski. Er wird jetzt ein Meinungsbild machen.Neu sortieren Auf seiner Liste stehen Gespräche mit den acht Klubs Lüner SV, BV Brambauer, SG Gahmen, Preußen Lünen, VfB Lünen 08, Lünen 05, ETuS/DJK Schwerte und VfL Schwerte. Allesamt würden sie bei der möglichen Kreisstrukturreform, die frühestens zur Saison 2013/14 greifen könnte, aus dem Kreis Dortmund herausfallen, weil die Klubs politisch zum Kreis Unna gehören. Wechseln die Vereine, müsste Dortmund die Kreisligen im Senioren- und Jugendbereich neu sortieren. Allein in der Kreisliga A 3 spielen gleich fünf Lüner Teams. Grondziewski stellt klar, dass die Vereine dem Kreiswechsel entgegenwirken könnten, indem sie einen Antrag stellen, in Dortmund bleiben zu wollen. Sind sich die Kreisvorsitzenden einig, bestimmen sie über die Kreiszugehörigkeit der Klubs. Das beinhaltet der Paragraph 5 der Verbandsordnung.  "Ich habe schon mit meinem Kollegen aus dem Kreis Unna gesprochen. Wir werden den Wünschen der Klubs entsprechen", sagt Grondziewski nach einem Gespräch mit Horst Weischenberg.Klubs wollen bleiben Und die Stimmung unter den Lüner Klubs ist fast einhellig. Alle wollen dem Kreis Dortmund weiter angehören, einzig der Lüner SV begrüßt einen Unna-Wechsel. Freuen würde sich der TuS Holzen-Sommerberg über die Reform. Aktuell gehört der Klub sportlich zum Kreis Iserlohn, politisch zu Dortmund. "So hätten wir kürzere Wege", sagt Vorsitzender Heinz Klöcker.

 

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