Diaz und Gondrum über den "Showdown"

Fußball: Westfalenliga 2

Sie sind Arbeitskollegen. Im Büro ihrer Versicherung arbeiten Daniel Diaz (27) und Florian Gondrum (23) ohne Zuschauer gemeinsam. Gegner sind sie am Sonntag vor großem Publikum, wenn Diaz mit dem Fußball-Westfalenligisten ASC 09 Dortmund mit einem Sieg gegen Gondrums FC Brünninghausen den Aufstieg perfekt machen will.

DORTMUND

, 07.06.2014, 13:58 Uhr / Lesedauer: 3 min
Obwohl es seit Wochen kribbelt, gaben sich Aplerbecks Daniel Diaz (l.) und Brünninghausens Florian Gondrum beim Interview locker.

Obwohl es seit Wochen kribbelt, gaben sich Aplerbecks Daniel Diaz (l.) und Brünninghausens Florian Gondrum beim Interview locker.

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Wir begegnen uns ja kaum, da wir für unsere Offensiven zuständig sind. Aber wenn, dann sind wir nur auf das Spiel fokussiert und blenden alles andere aus.

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Also, mir hat noch keiner etwas angeboten. Zum ersten Teil der Frage: Natürlich gönnen wir den Aplerbeckern den Aufstieg, aber wir wollen es nicht sein, die ihn ermöglichen. Da kommen mehr als 1000 Zuschauer, da schenken wir bestimmt nichts ab. Ich wollte übrigens mal auf 30 Tore kommen, zwei gegen Aplerbeck zu erzielen, dürfte aber ziemlich schwierig werden.

Du kannst ja gerne zwei machen, wenn wir 5:4 gewinnen. Selbst wenn uns ein Remis reicht, spielen wir auf Sieg. Ob da was im Raum steht, interessiert uns Aplerbecker gar nicht. Wir wissen, dass Brünninghausen genügend Leute hat, die ohnehin Bock auf Fußball haben.

Ich habe von allen bei uns gehört, dass sie das Spiel gewinnen wollen.

Wir spüren schon, dass es die allerletzte Woche ist. Es kribbelt aber schon seit vier, fünf Wochen. Aber das macht uns nicht nervös. Wir haben das in den vergangenen Wochen bewiesen.

Die Hinrunde war okay. Hätten wir im Dezember nicht das Spiel gegen Brambauer vergeigt, wären wir sogar möglicherweise länger oben drangeblieben. Dann hat der Verein aber den Fokus stark auf die Zweite gelegt. Und wir hatten natürlich ein unglaubliches Verletzungspech.

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Unser Trainer Daniel Rios hat länger mit mir gesprochen. Daraufhin habe ich mich alleine auf mein Spiel fokussiert. Ich beschäftige mich nicht mehr mit den Zuschauern, Schiedsrichtern oder Gegenspielern und versuche, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich schieße jetzt ja auch die Elfmeter.

Ja, ich habe zehn von zehn verwandelt.

Unten links!

Aufregend. Drei Tore in fünf Minuten gelingen mir ja nicht alle Tage. Aber daran denken wir am Sonntag nicht. Wir haben eine Chance, wobei ich die spielerischen Vorteile beim ASC sehe. Er spielt sehr gut nach vorne. Meine Spielweise aber ändere ich wegen des Gegners nicht.

Ich habe mit Andreas Kluy, Benjamin Bielmeier und Sven Barton schon zusammengespielt. Der FCB ist auf jeder Position gut besetzt. Dann haben sie die Torgarantie von Flo. Wir wollen von Beginn an Gas geben. Wenn wir schnell führen, könnte deren Willen nachlassen. Wir haben ja bewiesen, dass wir so auftreten können.

Ich denke, da hat sich einiges verändert. Früher hatten wir es oft mit Zweitvertretungen zu tun, die dann vor 23 Zuschauern spielten. Ich sehe die Liga aber nicht so stark, dass ich uns zum Abstiegskandidaten erkläre. Aber noch ist es nicht so weit.

Er ist, seitdem ich beim ASC bin, der erste Trainer, der uns ein klares System vermittelt hat. Die Mischung aus Spaß und Ernst passt.

Ich weiß es nur aus der Ferne. Er arbeitet gerne mit jungen Leuten zusammen. Und die Gocke-Teams sind immer kampfstark.

Wir gewinnen 2:1, aber Holzwickede holt gegen Kaan ein Unentschieden, der ASC steigt dann auf.

Wir gewinnen, aber der Flo macht sein Tor. Sollten wir wie im Hinspiel wieder 4:1 führen, bringen wir die Führung aber über die Bühne.

LIVE-TICKER AM SONNTAG
Wir berichten am Sonntag ab 14.30 Uhr in einem umfangreichen Live-Ticker aus dem Waldstadion in Aplerbeck.

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