Die drei unbeantworteten Fragen vor der Veröffentlichung der neuen Fußballigen

mlzFußball

Am Montag um 12 Uhr werden die neuen Amateur-Fußballigen veröffentlicht. Und einige Dortmunder Klubs blicken aufmerksam hin, denn drei wichtige Fragen stehen noch offen.

Dortmund

, 20.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In drei Ligen herrscht noch keine Klarheit, wie es für die Dortmunder Klubs in der Spielzeit 2020/21 weitergeht. Eine Entscheidung wird sogar erst am Dienstagabend fallen. Die betrifft Dortmunds beste Amateur-Fußballmannschaft. Es werden spannende Tage. Wir stellen die drei wichtigsten Fragen und haben mit den Klub-Verantwortlichen darüber gesprochen.

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Bleibt die Oberliga eingleisig?

Erst hieß es, dass es möglich sei, dass es eine zweigleisige Oberliga geben könnte. Das bestätigte Staffelleiter Reinhold Spohn gegenüber unserer Redaktion. Dann erklärte der FLVW, dass definitiv eine eingleisige Oberliga an den Start geht, bevor Spohn zwei Tage später sagte, dass die zweigleisige Liga noch nicht vom Tisch sei. Am Dienstag gibt es eine Videokonferenz aller Klubs mit dem Staffelleiter. Die Vereine haben die Chance, ihre Wünsche zu äußern. Der ASC 09 ist gegen eine zweigleisige Oberliga, würde aber gerne die Mammutsaison mit 40 Spielen verhindern.

Deshalb hat ASC-Vorsitzender Michael Linke dem Verbandsfußballausschuss-Vorsitzenden Manfred Schnieders einen eigenen Vorschlag schriftlich unterbreitet. „Ich würde die Hinrunde im Jeder-gegen-Jeden-Modus spielen lassen, auf die Rückrunde verzichten und stattdessen eine Meister- und eine Abstiegsrunde ins Leben rufen“, erklärt Linke. So kämen die elf Teams aus der Abstiegsrunde auf insgesamt 30 Partien und die zehn der Meisterrunde auf 29. Diesen Vorschlag wird Linke am Dienstag allen Klubs unterbreiten.

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Muss Westfalia Wickede die Westfalenliga Gruppe 1 wechseln?

Zwei Teams, die regional in die Gruppe 2 gehören, müssen trotzdem in die Staffel 1 wechseln, weil ansonsten zwei 18er-Gruppen nicht zustande kommen würden. Ein Klub hat sich schon gefunden: Der Lüner SV hat freiwillig für die Westfalenliga 1 gemeldet. Aber wer ist die Nummer zwei?

Geografisch würden Westfalia Wickede, TuS 05 Sinsen, YEG Hassel und der SC Neheim am ehesten in die Gruppe 1 passen. „Wir wollen aber in der Gruppe 2 bleiben. Ansonsten würden wir uns wie in einer Parallelwelt fühlen. Die anderen drei Dortmunder Vereine hätten ihren Spaß alleine in der Gruppe 2 und wir müssen gehen. Das würde sich anfühlen wie das kranke Pferd, das die Herde verlassen muss“, sagt Westfalia Wickedes Sportlicher Leiter Daniel Dukic.

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Werden die Dortmunder Bezirksligisten getrennt?

Die zwölf Dortmunder Bezirksligisten wären gerne zusammen mit den vier Lüner Klubs in einer gemeinsamen Staffel. „Das wäre meine Lieblingslösung“, erklärt Thomas Faust, Trainer von Blau-Weiß Huckarde. Ihm täten dann aber die Castroper Teams leid, die natürlich gerne gegen die Mannschaften aus dem Dortmunder Westen spielen würden, um kürzere Anfahrtszeiten zu haben.

Aber nicht nur die Castroper und Lüner Vereine würden gerne gegen die Dortmunder antreten. Der VfR Sölde und der ASC 09 Dortmund II würden geografisch auch gut zu den Schwerter Klubs passen, aber auch die SG Massen, der SSV Mühlhausen oder der Holzwickeder SC II aus dem Kreis Unna/Hamm.

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Marko Nagel, Trainer des VfR Sölde, präferiert natürlich auch die Variante mit den zwölf Dortmundern und den vier Lünern. Zuletzt haben alle Dortmunder zusammen in der Gruppe 8 gespielt. „Ich habe ein ungutes Gefühl. Wir wissen, dass wir am Rand liegen, deshalb passen wir auch in anderen Ligen. Am Montag wissen wir natürlich mehr. Ich hoffen einfach, dass wir weiter die Derbys gegen alle Dortmunder Teams haben“, sagt Nagel.

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