Die pure Pflicht zum Sieg

BVB-Handball-Frauen

Kurze Frage, „Gewinnen Sie am Sonntag“, kurze und klare Antwort: „Ja, wir siegen. Das ist Pflicht und ich bin bester Dinge.“

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 28.10.2011, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Muss auch in Menden-Lendringsen mit harter Gegenwehr rechnen: Zuzana Porvaznikova (M.).

Muss auch in Menden-Lendringsen mit harter Gegenwehr rechnen: Zuzana Porvaznikova (M.).

Sicher, die letzten Partien in der 2. Bundesliga waren nicht so ganz nach ihrem Geschmack, zwei Heimniederlagen haben auch intern nicht gerade für die perfekte Stimmung gesorgt. Am vergangenen Mittwoch aber stand eine mittelgroße Aussprache auf dem Programm, jede durfte, jede sollte sagen, was gefällt oder nicht gefällt, jede hatte die Gelegenheit, sich vielleicht auch mal den Frust von der Seele zu reden. Alice Vogler begnügte sich in erster Linie mit der Rolle der Moderatorin und freute sich danach, „wie offen alle miteinander umgegangen sind“. Manchmal schadet es eben nicht, wenn auch ein paar deutliche Worte fallen, es sei eine Selbstanalyse gewesen, in der einige auch nicht mit Selbstkritik gespart hätten. Was unter dem Strich davon bleibt? „Was man an Kleinigkeiten ändern muss und vielleicht auch der Gedanke, wo steht man selbst.“

Die Aussprache ist abgehakt, „der Mund ist abgewischt“, nun sei es wieder an der Zeit, „die Tugenden, die das Team stark gemacht hätten, zu finden“. Als da wären das Tempospiel, das die Truppe in den ersten Partien so stark gemacht hat, und natürlich die nötige Aggressivität vor allem in der Abwehr. Gegen einen Gegner, der für Alice Vogler ein guter, alter Bekannter ist. In der vergangenen Saison, als sie noch die 2. Mannschaft des BVB betreute, gewann sie zweimal gegen die Sauerländerinnen. Kleinreden will sie den Gegner deshalb aber nicht im Geringsten. Tabellenführer in der Oberliga, stolze 10:0-Punkte, das sei schon ein starkes Team. Eines, das „mit viel Tempo spielt, das viele Tore wirft und eine sehr gute Torfrau hat. Da müssen wir schon eine richtig gute Leistung bringen“.

Komplett hat Alice Vogler ihren Kader nicht. Stephanie Glathe muss mit ihrer Muskelverletzung noch einmal aussetzen, auch Stella Kramer kommt wegen einer Fersen-Entzündung nicht zum Einsatz. Und die Reisegruppe wird auch deshalb kleiner, weil Anna-Lena Tomlik und Esther Meyfarth im Bus der zweiten Mannschaft in Richtung Ober-Eschbach sitzen und dort aushelfen. Es sollte zu verschmerzen sein, denn der Erfolg gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Gegner ist am Ende nur eins: Die pure Pflicht.

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