TuS Bövinghausen holt Kreisliga-Spieler, der nur in die Landesliga wollte

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Nach unzähligen Transferkrachern holt der TuS Bövinghausen für die kommende Saison noch einen Spieler - aus der Kreisliga. Vor allem Dimitrios Kalpakidis wird sich über den Neuzugang freuen.

Dortmund

, 14.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TuS Bövinghausen und Türkspor Dortmund haben sich in den vergangenen Wochen gegenseitig mit immer spektakuläreren Wechseln überboten. Oberliga-Spieler, Spieler aus den Reihen des jeweils anderen, Profi-Kicker. Jetzt hat der TuS überraschend in der Kreisliga zugeschlagen. Das Beste? Der Neuzugang wollte eigentlich in der Landesliga spielen. Nach dem Überraschungsaufstieg des TuS Bövinghausen geht es jetzt aber in die Westfalenliga.

Und wer ist der Kreisliga-Neuzugang? In der kommenden Saison wird kein Geringerer als Karim Bouzerda das Bövinghausen-Trikot tragen. „Für uns ist das ein starker Transfer, wir bekommen mit Karim einen super Spieler“, sagt Ajan Dzaferoski.

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Das kann der Bövinghausen-Chef laut sagen: Bouzerda kickte in Dortmund schon für den BSV Schüren, den er 2019 in der Relegation noch vor dem Abstieg in die Landesliga rettete. Außerdem zockte der heute 34-Jährige schon für Mengede 08/20, den TuS Hannibal und - Dimitrios Kalpakidis wird sich nur zu gut erinnern - den TuS Eving-Lindenhorst. Dort zockten die beiden Dortmunder wie später auch bei Schüren zusammen und feierten Siege, Aufstiege - und die ein oder andere Party zusammen.

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Karim Bouzerda kommt als Backup nach Bövinghausen

Kalpakidis war es auch, der bei seinem alten Kumpel, den er seit der A-Jugend kennt, angeklopft hat. „Dimi hat gefragt, ‚hast du noch mal Bock, mit mir zu spielen?‘ Da hab ich mir gedacht, warum nicht?“, erzählt Bouzerda. „Dimi, Eyüp (Cosgun, Anm. d. Red) und die anderen sind meine Familie“, so der 34-Jährige, der auf dem Feld aber kürzer treten will.

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Das wollte er auch schon 2019, als er von Schüren zum Kamener SC in die Kreisliga gewechselt ist: kürzer treten. „Ich wollte nur just for fun noch mal etwas mit den Kumpels spielen, ein, zwei Mal die Woche trainieren“, so Bouzerda. „Wir haben ihn als Backup geholt“, erklärt auch Ajan Dzaferoski. Aber: Mit der Westfalenliga hatte Bouzerda eigentlich nicht gerechnet, als er sich einen Tag nach der FLVW-Entscheidung mit dem Bövinghausen-Chef traf.

Karim Bouzerda war zuletzt für den Kamener SC in der Kreisliga unterwegs.

Karim Bouzerda war zuletzt für den Kamener SC in der Kreisliga unterwegs. © Neumann

„Ich hab nicht erwartet, dass sie aufsteigen. Ich wusste das erst auch gar nicht“, gibt Bouzerda zu, „Mittwoch hab ich mich dann mit Ajan noch mal getroffen und vom Aufstieg gehört.“ Der Plan war zwar eigentlich für die Landesliga vorgesehen, gilt jetzt aber auch für die Westfalenliga.

Aber auch als Backup wird Bouzerda immer noch gefährlich sein: Beim Kamener SC schoss der zukünftige Bövinghauser in 20 Spielen 23 Tore - für den Verein, für den Kalpakidis auch noch auflief, bevor er TuS-Trainer wurde.

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