Dortmunder Bürgermeister spekuliert: Steigt der BVB bei einem Zweitligisten ein?

mlzFußball in Dortmund

Ein Frauenfußballteam bei Borussia Dortmund - dazu gibt es an der Strobelallee bereits Überlegungen. Jetzt hat ein Dortmunder Politiker einen Zweitligisten ins Spiel gebracht.

Dortmund

, 12.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Borussia Dortmund darüber nachdenkt, sein Sportangebot in naher Zukunft um ein Frauenfußball-Team zu erweitern, ist kein Geheimnis. Ein Dortmunder Politiker hat einen konkreten Vorschlag dazu gemacht, wie und mit wem der BVB seine Idee in die Tat umsetzen könnte.

Manfred Sauer, Dortmunds ehrenamtlicher Bürgermeister, hat in einem Beitrag auf Facebook nämlich die Frauenmannschaft des SV Berghofen mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht - vor allem auch deshalb, weil der SVB gerade erst in die zweite Liga aufgestiegen ist.

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In einem kurzen Video spricht er über den Aufstieg Berghofens: „Da ergeben sich natürlich ganz wunderbare Gelegenheiten. Und vielleicht entscheidet sich ja auch der BVB dazu, hier mit dieser erfolgreichen Mannschaft zusammenzuarbeiten und sie unter sein Dach zu nehmen.“ Den Beitrag hat die Frauenmannschaft des SV Berghofen auf ihrer Facebook-Seite geteilt.

Umfrage beim BVB zum Thema Frauenfußball

Dazu passt es, dass die Schwarzgelben jüngst eine Umfrage unter ihren Mitgliedern stellten, in der herausgefunden werden soll, welchen Stellenwert Frauenfußball bei Borussia Dortmund genießen würde. Gefragt wurde unter anderem, wie der Einstieg eines Frauenteams aussehen soll. Vier Optionen wurden vorgestellt: Das Team könnte neugegründet werden und in der Kreisliga starten oder reinen Breitensport-Status haben und nur Freundschaftsspiele austragen - für eine Kooperation mit dem SVB uninteressante Szenarien.

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Spannender sind die beiden anderen Vorschläge: Der BVB unterstützt ein bereits bestehendes Team oder aber erwirbt die Spiellizenz eines Vereins und startet direkt höherklassig. Da könnte Berghofen ins Spiel kommen. Doch was sagen die Verantwortlichen des Zweitligisten dazu?

Spielen die Frauen des SV Berghofen bald unter dem Dach von Borussia Dortmund?

Spielen die Frauen des SV Berghofen bald unter dem Dach von Borussia Dortmund? © Foltynowicz


„Grundsätzlich sind wir erst einmal gesprächsbereit und können uns auch alles vorstellen“, berichtet Achim Schütz, Abteilungsvorstand der Mädchen und Frauen. Gespräche habe es zwischen dem BVB und Berghofen aber noch nicht gegeben. „Wir lassen alles auf uns zukommen“, sagt Schütz deshalb und betont: „Erstmal freuen wir uns weiterhin, dass wir als SV Berghofen den Weg in die 2. Liga geschafft haben.“

Berghofen ist offen für Gespräche mit Borussia Dortmund

Die Umfrage des BVB endete am 9. Juli. Wann die Ergebnisse präsentiert werden, ist noch offen. Dass die Schwarzgelben zeitnah auf Berghofen zukommen, erwartet Schütz aber nicht: „Das muss ja erstmal alles ausgewertet werden. Wir werden sehen, wie die Ergebnisse aussehen. Wir sind aber gesprächsoffen.“

Allerspätestens im November, wenn die nächste Hauptversammlung der Borussia ansteht, wird Klarheit herrschen, ob und in welcher Form Frauenfußball bei Borussia Dortmund Realität wird - und ob der SV Berghofen künftig unter dem Dach der Borussia für Furore sorgt.

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