Dortmunder Klub jubelt dreifach: Drei Aufstiege in zwei Jahren

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Dreifacher Jubel bei einem Dortmunder Fußballklub: Innerhalb von zwei Jahren stieg der Verein insgesamt drei Mal auf. Dabei soll einer der Aufstiege gar nicht stattfinden.

Dortmund

, 18.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Dortmunder Klub kommt aus dem Jubeln gerade gar nicht mehr heraus. Innerhalb von zwei Jahren konnte sich die Fußballabteilung des Vereins über insgesamt drei Aufstiege freuen.

Der Riesenjubel kommt vom TuS Neuasseln. Der Traditionsverein aus dem Dortmunder Osten konnte drei Aufstiege in zwei Jahren feiern. Nachdem im vergangenen Jahr die Erste Mannschaft den Aufstieg in die A-Liga schaffte, gibt es aktuell einen völlig unerwarteten Doppelaufstieg zu feiern.

Sowohl die Zweite als auch die Dritte schafften den Sprung in die B-Liga. Bei aller Freude gibt es aber auch einen kleinen Wermutstropfen zu verzeichnen: Die dritte Mannschaft, die sich bis zum Abbruch der Saison mit der Ersten des Ortsrivalen TuRa Asseln ein Kopf an Kopf Rennen lieferte, verzichtet auf das Aufstiegsrecht und tritt in der kommenden Serie weiter in der C-Liga an.

Neuasselns dritte Mannschaft will sich „den Stress in der B-Liga nicht antun“

„Wir haben etliche ältere Spieler mit familiären Verpflichtungen im Team, die nur einmal in der Woche trainieren können. Außerdem wollen sie sich den erhöhten Stress in der B-Liga nicht antun“, nennt Carsten Strauß, der gemeinsam mit Kirill Zamatin die Truppe trainiert den Hauptgrund für den Aufstiegsverzicht. Der „eingeschworene Haufen“ mit Routiniers wie Christof Pawlowski, Christian Koch, Eduard Enns, Michel Schädlich und Thomas Schrader will in der kommenden Saison erneut eine gute Rolle in der C-Liga spielen.

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Ganz anders sieht die Situation in der zweiten Mannschaft aus: Ein Zähler Vorsprung auf RW Barop IV zum Zeitpunkt des Abbruchs bedeutete den Aufstieg in die B-Liga. Im Gegensatz zur Dritten nimmt die Zweite das Aufstiegsrecht auch wahr. „Die Zweite hat den ersehnten Aufstieg geschafft und soll vor allem als Unterbau für die Erste dienen“, sagt der Vorsitzende Friedrich-Wilhelm Harbott.

„Kein Spieler, der aus dem Juniorenbereich in die Senioren wechselt, soll mehr den Verein verlassen. Wir setzen auf die Jugend und werden den Jugendlichen eine Chance geben“, ergänzt Neuasselns Präsident. Vor allem das brandgefährliche Stürmerpaar Aygün Yilmaz (21 Tore) und Andrej Bruch (15 Tore) waren neben Artur Sawadski, der seine Mitspieler als Motivator immer wieder nach vorne trieb, die Aufstiegsgaranten. Hinzu kommt die Stärke bei eigenen Standardsituationen, sowie die gute Trainingsbeteiligung.

TuS Neuasseln will weiter auf die eigene Jugend setzen

„Die Jungs kennen sich seit Jahren, sind ein eingespieltes Team und haben jede Menge Spaß auf dem Platz. Wir sind in der Lage, auch eine Liga höher zu bestehen“, weiß Trainer Bernd Sprave, der gemeinsam mit Anton Gutfreund an der Linie der Zweiten steht.

Für den langjährigen Neuasselner Spieler und aktuellen Trainer Bernd Sprave steht in Kürze zunächst ein erfreuliches privates Ereignis an: Am 26. Juni heiratet er seine langjährige Freundin Lisa Koch, die seit der letzten Jahreshauptversammlung als stellvertretende Vorsitzende beim Traditionsverein fungiert.

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Auch in der Ersten hat der TuS Neuasseln seine Personalplanungen weitgehend abgeschlossen: „Wir setzen auf die Jugend. Neben unseren Eigengewächsen Justin Prokop, Leon Schmitt und Patrick Schmitz konnten wir mit Niklas Schemann und Til Schneider zwei talentierte Jungs aus der A-Jugend des Landesligisten SV Brackel 06 verpflichten“, freut sich „Männe“ Harbott. Der erst Anfang dieses Jahres installierte Marvin Kohl bleibt dem TuS als Trainer erhalten. Er wird vom B-Lizenzinhaber und spielenden Co-Trainer David Demmel unterstützt. Damit das Thema Abstiegskampf an der Holzwickeder Straße außen vor bleibt, sollen noch zwei externe Neuzugänge für die A-Liga kommen.

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