Dortmunder Peter Marduchajew sammelt regelmäßig Edelmetall

Fechten

Seine Welt ist 14 Meter lang und zwei Meter breit. Ihr Name: Planche (zu deutsch: Fechtbahn). Und er ist auf eben dieser Planche seit knapp zwei Jahrzehnten eine Ausnahme: Peter Marduchajew, Cheftrainer der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid.

DORTMUND

von Von Florian Groeger

, 05.04.2011, 07:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine erfolgreiche Truppe: Gemeinsam mit der Senioren-Nationalmannschaft holte Peter Marduchajew (l.) im mazedonischen Skopje die Silbermedaille im Florettfechten.

Eine erfolgreiche Truppe: Gemeinsam mit der Senioren-Nationalmannschaft holte Peter Marduchajew (l.) im mazedonischen Skopje die Silbermedaille im Florettfechten.

Denn in jungen Jahren nahm der in Aserbaidschan geborene Fechter mit der sowjetischen Nationalmannschaft an vier Weltmeisterschaften teil und holte in dieser Zeit vier Mal den nationalen Florett-Titel. Diese Zeit hat ihn sportlich bis heute geprägt. „Das war eine intensive Zeit. Bis zu drei Trainingseinheiten pro Tag standen auf dem Programm“, erzählt Marduchajew. Kurz vor der Zerschlagung der sowjetischen Reiches zog es den studierten Diplom-Sportlehrer 1991 in den Ruhrpott – genauer gesagt nach Bochum, wo er kurze Zeit später als hauptberuflicher Vereins- und Stützpunkttrainer beim VfL Bochum einstieg. Zwei Jahre später startete er für sein Heimatland Aserbaidschan bei der Fecht-Weltmeisterschaft in Essen – noch mit mäßigem Erfolg.

Die stetig wachsende Medaillensammlung begann erst 2004. Zuvor nahm Marduchajew die deutsche Staatsbürgerschaft an und wechselte 1998 zur Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid. „Dann hat es irgendwann wieder in den Fingern gejuckt, auch mal selbst wieder in Turnieren mitzumischen.“ Eine goldrichtige Entscheidung. Marduchajew erkämpfte sich in der Altersklasse I (40 bis 49) vier Mal in Serie (2004, 2006, 2008, 2010) den deutschen Meistertitel und setzte seinen Siegeszug auch international fort. Bei den Veteranan-Europameisterschaften 2007 (St. Gallen) und 2009 (Balatonfüred) holte er jeweils Gold, 2010 die Silbermedaille mit der Senioren-Nationalmannschaft. Bald steht der Wechsel die Altersklasse II (50 bis 59) an. „Je älter, desto geringer wird die Leistungsdichte“, erklärt Marduchajew, „aber so lange der Körper mitspielt, denke ich nichts ans Aufhören“. Und wenn doch, lebt der Name Marduchajew sportlich weiter. Tochter Maria (13) ist bereits westfälische Meisterin. Fortsetzung folgt…

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