Dortmunder Westfalenliga-Trainer spricht über Fußballer in Schlafanzügen

Fußball-Westfalenliga

Training auf dem Platz ist für Dortmunds Amateure nicht möglich. Wie damit umgegangen wird und welch witzige Szenen sich bei den Online-Meetings abspielen, erzählt ein Trainer eines Westfalenligisten.

von Niclas Grote

Dortmund

, 14.04.2021, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Trainer eines Dortmunder Westfalenligisten erzählt von Online-Meetings in „süßen Schlafanzugshosen“.

Der Trainer eines Dortmunder Westfalenligisten erzählt von Online-Meetings in „süßen Schlafanzugshosen“. © Stephan Schuetze

Der Start für den Amateursport steht immer noch in weiter Ferne. Umso wichtiger wird es da, den Kontakt mit der Mannschaft weiterhin zu halten. Viele Teams treffen sich daher online, um sich dort über die neuesten Pläne auszutauschen.

Dazu gehören auch der Westfalenligist FC Brünninghausen und Trainer Rafik Halim. Dieser gab ein Interview auf der vereinseigenen Website. Unterschiedliche Themen kamen dabei zum Gespräch. Mit seinem Trainerkollegen Florian Gondrum leitet er die Mannschaft seit November 2019.

Ein eingespieltes Team

Halim findet, dass das Duo sehr gut zusammenpasst. „Wir sind uns in vielen Sachen als Typen schon sehr ähnlich und agieren auf Augenhöhe“. Zwar gebe es auch mal Diskussionen, wenn einer von beiden eine neue Idee einbringt. Aber trotzdem seien sich die Trainer am Ende immer einig.

Der Trainer des FC Brünninghausen ist dabei noch nicht lange an der Seitenlinie, trotzdem hat seine Arbeit so überzeugt, dass Brünninghausen den Vertrag bereits im Dezember verlängert hat.

Kuriose Ereignisse im Online-Meeting

Auch wenn die aktuelle Lage das Training erschwert, sei der Kontakt zwischen Trainer und Mannschaft nicht abgebrochen. Zwar macht ein Trainingsplan aufgrund der Situation laut Halim nicht viel Sinn, trotzdem halte man den Kontakt über den virtuellen Weg aufrecht.

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Dabei gab es auch die eine oder andere kuriose Geschichte: Rafik Halim nennt zwar keine Namen, aber manch ein Spieler saß bereits mit der ganzen Familie am Tisch oder tauchte in „süßer Schlafanzughose“ beim Online-Meeting auf. „Dann haben wir noch die ganz harten Kerle, die für ihre Frauen gekocht haben“, berichtet der Trainer des FC Brünninghausen.

Vorbereitungszeit ist ein Muss

Rafik Halim spricht sich außerdem gegen einen verfrühten Start aus. Eine gewisse Vorbereitungszeit sei dabei ein absolutes Muss. „Niemand lebt vom Amateursport und fast alle haben einen Beruf, dem sie nachgehen müssen“, sagt Halim. Die Gesundheit der Spieler soll berücksichtig werden.

Auch von einem Turnier, um mögliche Aufsteiger auszuspielen, hält Halim nicht viel. Für ihn gelten Mannschaften nur als Aufsteiger, „die nach vollständig absolvierter Hin- und Rückrunde ganz oben stehen“.

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Wenn es dann wieder losgehen soll, hat Rafik Halim allerdings große Ambitionen mit seiner Mannschaft. Während man diese Saison im gesicherten Mittelfeld stehen wollte, geht der Blick für die nächste Spielzeit weiter nach oben. „Im nächsten Jahr darf es dann gerne mehr sein“, hofft Halim. Dann hoffentlich wieder in Trainingshose auf dem Fußballplatz statt mit Schlafanzughose im Online-Meeting.

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