Dortmunderin Lina Magull setzt sich hohe Ziele

Frauenfußball

Fußball, das ist für Lina Magull mehr als nur ein amüsanter Zeitvertreib, es ist ihr Lebensinhalt. Seit zwei Jahren besucht die U17-Nationalspielerin das Fußballinternat in Kamen-Kaiserau.

DORTMUND

von Von Thomas Terhorst

, 22.04.2011, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Dortmunder Fußballerin Lina Magull will den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen.

Die Dortmunder Fußballerin Lina Magull will den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen.

Schritt für Schritt will sich Lina Magull den Weg in die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid erarbeiten. Dass diese Aufgabe keine leichte ist, das weiß die 16-jährige Dortmunderin, die beim Hörder SC und dem Hombrucher SV das Kicken lernte. „Das nächste Etappenziel ist für mich erst einmal der Stammplatz im U19-Nationalteam“, erzählt Magull. Ob sie dieses Ziel erreicht, entscheidet sich im Sommer. Im Anschluss an die U17-Weltmeisterschaft in der Schweiz fällt U19-Trainerin Maren Meinert die Entscheidung, welche Mädels in ihr Team aufrücken dürfen. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Aktuell weilt die Internatsschülerin erst einmal mit den deutschen U17-Mädels in Dänemark. Dort will sie sich für die WM qualifizieren. Im ersten Qualifikationsspiel besiegten die deutschen Mädchen mit Magull Finnland deutlich mit 5:0. Weitere Spiele gegen Russland und Dänemark folgen am Samstag und am 26. April. Die Mittelfeldspielerin geht sicher von einer Qualifikation aus. „Wir gelten ja auch als klarer Favorit“, sagt die U17-Spielerin selbstbewusst.

Für ihr großes Ziel, in ein paar Jahren für die Frauennationalmannschaft aufzulaufen, trainiert die Nachwuchshoffnung jeden Tag. Morgens stehen Technik, Ausdauer und Kondition, mittags dann Mathe auf dem Stundenplan. „Ich mache jetzt erst einmal mein Abitur. Denn ich weiß, dass man im Moment mit Frauenfußball noch kein Leben finanzieren kann“, sieht die Fußballerin die Verdienstmöglichkeiten ihrer Sportart realistisch. Doch eine Popularitäts-Zunahme des Frauenfußballs hat die 16-Jährige in den letzten Jahren dennoch beobachtet: „Früher hat sich aus meinem Freundeskreis noch keiner für Frauenfußball interessiert, heute soll ich jedem Tickets für die WM mitbringen.“ Vor allem, dass das WM-Finale in Berlin schon jetzt ausverkauft sei, zeige, dass die Leute am Frauenfußball interessiert seien. Sie selbst konnte keine Karte für das Finale in Berlin ergattern. Aber ein, zwei Spiele wird sich die Sportlerin wohl auf jeden Fall im Stadion ansehen. So lautet der Plan der ambitionierten Fußballerin.

Schon jetzt ist die Vorfreude der Dortmunderin auf das Fußballfest im Sommer riesig: „Besonders auf die Leistung von Alexandra Popp bin ich gespannt“, so Magull. Mit Popp, die bei der U20-Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer für Furore sorgte und für den FCR Duisburg in der Bundesliga aufläuft, hat sie schon in der U13-Nationalmannschaft gespielt. „Es ist einfach unglaublich, wie sie sich entwickelt hat“, so Magull anerkennend. Noch mal mit ihr zusammen auf dem Platz zu stehen, das „wäre riesig“.  

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