Dortmunds bester Amateurfußballer spielt wohl 2020 keine Partie mehr

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Bittere Diagnose für einen Dortmunder Fußballer: Nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf am vergangenen Sonntag fehlt der Kapitän seiner Mannschaft möglicherweise bis zum nächsten Jahr.

Dortmund

, 14.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast jeder Fußballer kennt das unschöne Gefühl: Eine falsche Bewegung, ein unglücklicher Zweikampf und schon streikt der Körper. Bisweilen ziehen diese Sekundenbruchteile wochenlange Verletzungspausen nach sich - so auch für den Kapitän eines Dortmunder Klubs.

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„Ich habe sofort gespürt, dass da etwas kaputt ist“, berichtet Kevin Brümmer, Mittelfeldspieler und Kapitän des ASC 09 Dortmund. Nach einem Luftzweikampf im Spiel am vergangenen Sonntag habe er das Gewicht wohl zu sehr auf ein Knie verlagert. Die Folge: „Die Schmerzen waren direkt da und sehr unangenehm.“

Der schmerzhafte Moment: Hier ahnte ASC-Spieler Kevin Brümmer bereits, dass die Verletzung schwerwiegender sein wird.

Der schmerzhafte Moment: Hier ahnte ASC-Spieler Kevin Brümmer bereits, dass die Verletzung schwerwiegender sein wird. © Nils Foltynowicz

Brümmer schleppte sich noch die wenigen Minuten bis zur Halbzeit, dass es danach aber nicht mehr weitergehen würde, war ihm bewusst: „Ich habe zwar noch gehofft, dass die Schmerzen schnell aufhören würden und es vielleicht nur der erste Schock war, das war allerdings nicht der Fall.“

Brümmer fehlt dem ASC für viele Wochen

Dabei war der 28-Jährige im Oberliga-Spiel gegen Wattenscheid der Mann der ersten Hälfte: Brümmer legte das 1:0 für den ASC auf, den zweiten Treffer erzielte er selbst. In seiner Abwesenheit gewann seine Mannschaft zwar mit 3:2 und setzte seinen Aufwärtstrend (dritter Sieg in Serie) fort, zahlte aber einen hohen Preis: Denn Brümmer wird seinem Klub wochenlang fehlen.

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Die Diagnose war erstmal ein Schock: Am Schienbeinkopf ist ein Stück Knochen abgebrochen, der Außenmeniskus ist ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Am Freitag steht ein weiterer Arzt-Termin für Brümmer im Kalender, dann soll die Verletzung anhand der CT-Bilder nochmals betrachtet werden.

„Ich glaube nicht, dass es am Freitag noch neue Erkenntnisse gibt“, meint Brümmer. So oder so: Dass er in diesem Kalenderjahr nochmal in einem Liga-Spiel auf dem Platz stehen wird, ist eher unwahrscheinlich. „Für sechs Wochen falle ich definitiv aus, für alles andere muss man den Heilungsverlauf beobachten“, erklärt der ASC-Kapitän.

Brümmer: „Die Jungs machen das schon“

Für Brümmer ist eine solch lange Ausfallzeit ein Novum. „Bisher bin ich zum Glück immer verschont geblieben. Das Maximum waren bislang mal zwei bis drei Wochen, deswegen kann ich mich eigentlich nicht beklagen“, so Brümmer. Dass die kommende Zeit dennoch nicht leicht wird für den Dortmunder, liegt auf der Hand: „Es wird mir schon schwer fallen, von außen zusehen zu müssen.“
Auch ohne sein Mitwirken ist Brümmer jedoch davon überzeugt, dass der ASC den Aufwärtstrend fortsetzen wird: „Die Jungs machen das schon!“

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Seinen Klub sieht Brümmer dank der Erfolgserlebnisse zuletzt auf einem sehr guten Weg. „Durch die drei Siege kann man, glaube ich, auf einen vernünftigen Start zurückblicken“, findet Brümmer. Mit vier gewonnenen und drei verlorenen Spielen rangiert der ASC 09 derzeit auf dem neunten Platz der Oberliga-Tabelle.

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