Drei neue Leitwölfe beim SV Brackel - aber keine Zielvorgabe für die Landesliga

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Auf ein Ziel will sich Landesligist SB Brackel für die neue Saison nicht festlegen. Wenn alles gut läuft, kann der SVB hinter den Favoriten landen. Mithelfen soll ein Rückkehrer.

Dortmund

, 06.08.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Brackel 06 bereitet seinem Trainer Giovanni Schiattarella aktuell richtig Freude. So berichtet er: „Die Jungs saugen alles auf.“ Lernwillige Spieler wünscht sich wohl jeder Trainer. Und Schiattarella darf kurz vor dem Ende der Vorbereitung das Fazit ziehen: „Wir werden von Woche zu Woche besser.“

Schiattarella bleibt realistisch

So wird das erste Ziel des Coaches auch realistisch: „Wir wollen einen besseren Start als vor einem Jahr.“ Damals hatte Brackel nach drei Spielen nicht einen Punkt geholt. Es dürfte beim Betrachten des neuen Kaders nicht schwer fallen, daran zu glauben. Ansonsten aber hält sich der Coach bedeckt: „Von mir hören Sie nicht einen Ton, welche Platzierung in dieser ausgeglichenen Liga das Ziel ist.“

FOTOSTRECKE
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Das ist der Kader des SV Brackel für die Saison 2019/20

05.08.2019
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Alessandro Rath© Nils Foltynowicz
Alexander Gowik© Nils Foltynowicz
Andreas Toetz (Co-Trainer)© Nils Foltynowicz
Daniel Seidel© Nils Foltynowicz
Dennis Wegner© Nils Foltynowicz
Giovanni Schiattarella (Trainer)© Nils Foltynowicz
Jonah Ernst© Nils Foltynowicz
Levin Cakirlar© Nils Foltynowicz
Sitzend von links: Patrick Sacher, Dennis Wegner, Jonah Ernst, Victor Theisen, Daniel Seidel, stehend von links: Giovanni Schiattarella (Trainer), Ricardo Ruocco, Mirza Basic, Malcolm Ferro, Levin Cakirlar, Andreas Toetz (Co-Trainer)© Nils Foltynowicz
Luis Asante© Nils Foltynowicz
Malcolm Ferro© Nils Foltynowicz
Marc Langfeld© Nils Foltynowicz
Mirza Basic© Nils Foltynowicz
Sitzend von links: Jonah Ernst, Dennis Wegner, Niklas Rybarczyk, Victor Theisen, Tobias Hartmann; stehend von links:
Giovanni Schiattarella (Trainer), Andre Boden (Physio), Ricardo Ruocco, Patrick Sacher, Yassir Mhani, Levin Cakirlar, Mustafa Erdogan, Marc Langfeld, Bernd Rollik (Betreuer), Andreas Toetz (Co-Trainer); hinten von links: Mirza Basic, Alessandro Rath, Alexander Gowik, Luis Asante, Daniel Seidel, Malcolm Ferro© Nils Foltynowicz
Mustafa Erdogan© Nils Foltynowicz
Niklas Rybarczyk© Nils Foltynowicz
Patrick Sacher© Nils Foltynowicz
Ricardo Ruocco© Nils Foltynowicz
Tobias Hartmann© Foltynowicz
Victor Theisen© Nils Foltynowicz
Yassir Mhani© Nils Foltynowicz

Nun gut: Wer Mirza Basic (Lüner SV) und Patrick Sacher (Holzwickeder SC) zurück ans Hallenbad holt und einen Routinier wie Dennis Wegner für das Tor verpflichtet, möchte mit Sicherheit auch während der Saison keine drei Spiele ohne Punkt erleben.

„Das sind drei neue Leitwölfe“, erklärt Schiattarella. „Und Patrick Sacher ist der Kapitän.“ Sacher ist nach einer „guten Vorbereitung“ bereit, Verantwortung zu übernehmen: „Natürlich muss ich da erst reinwachsen. Gute Leistungen helfen mir dabei, diese Rolle umzusetzen.“

Die Mischung im Team stimmt

Sacher ist gerade mal 22 Jahre alt, aber er ist bei weitem nicht der Jüngste. Denn: „Dazu kommen junge Leute, die Bereitschaft mitbringen. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“ Die Mischung stimme, ist sich der Trainer sicher. Dazu zählt auch das Vertrauen Schiattarellas in die Spieler, die blieben. „Alle beschäftigen sich mit Fußball. Das ist enorm wichtig“, sagt der Trainer, der bekanntlich taktisch akribisch arbeitet.

Und es spiegelt sich in guten Vorbereitungsergebnissen wider. Zuletzt gewannen die Nullsechser 5:0 gegen Türkiyemspor Hagen und die Generalprobe gegen den VfL Kemminghausen 2:0 am Montag. „Unsere Niederlagen waren knapp. Ansonsten bin ich auch mit den Spielen und Ergebnissen sehr zufrieden.“

Beim Hecker-Cup kamen die Brackeler immerhin ins Viertelfinale, nachdem sie in der Gruppenphase nur 1:2 gegen den Oberligisten ASC 09 verloren und den VfR Sölde 1:0 besiegt hatten. Zuvor hatten die Brackeler beim eigenen Kronen-Hellweg-Cup sogar den zweiten Platz erreicht, verloren im Endspiel 1:3 gegen den Westfalenligisten Westfalia Wickede.

Es wird auch mal laut

Diese Meinung werden Wegner, der auch als Torwarttrainer fungiert, und der neue Co-Trainer Andreas Toetz gerne bestätigen. Schiattarella kennt und schätzt Wegner schon lange. Auch von Toetz hält er viel: „Er hat seine eigene Meinung und vertritt diese auch. Wir diskutieren auch mal laut. Das ist ebenfalls gut.“

Klingt alles ziemlich positiv in Brackel: Vielleicht legt der SV auch einige Male neun Punkte aus drei Spielen hin. Dann käme er irgendwann Schiattarellas Favoriten, „den Castropern und den anderen drei Dortmundern“, nahe.

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