Drei Test-Derbys am Dienstag: Wickede dreht 0:3-Rückstand, Hassani angefressen, Risse zufrieden

Fußball in Dortmund

Auch wenn es nur ein Testspiel war, drohte Westfalia Wickede am Dienstagabend gegen den Kirchhörder SC eine Blamage. Doch das Team von Alex Gocke zog sich in Hälfte zwei selbst aus dem Schlamassel.

Dortmund

, 10.09.2019, 22:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drei Test-Derbys am Dienstag: Wickede dreht 0:3-Rückstand, Hassani angefressen, Risse zufrieden

Andreas Lüder erzielte den Ausgleich gegen Kirchhörde. © Nils Foltynowicz

Drei Testspiel-Derbys gab es am Dienstagabend. So liefen sie:

Westfalia Wickede - Kirchhörder SC 4:3 (0:3) - Es wurde grundsätzlich in der Kabine von Westfalia Wickede. Zur Halbzeit des Testspiels lag der Westfalenligist gegen den Landesliga-Tabellenführer nach Toren von Leon Franke (11.) und Aleksandar Djordjevic (20., 27.) schon nach einer knappen halben Stunde mit 0:3 zurück: „Das war einstellungstechnisch eine Katastrophe“, sagte Trainer Alexander Gocke, „und auch fußballerisch sehr sehr schlecht. Das haben wir in der Halbzeit schonungslos angesprochen.“

Sein Team habe sich wehrlos ergeben, „das war das eigentlich erschreckende.“ Zwar bekam seine Mannschaft kurz vor der Pause vom KSC noch einen Elfmeter geschenkt, den Finn Heinings zum 1:3 nutzte (45.), aber „für die Ansprüche, die bei uns einige haben, war das viel zu wenig“, so Gocke.

Ein ganz anderes Gesicht

Doch es gab ja noch eine zweite Halbzeit und der in wendete sich das Blatt komplett. Oder wie es KSC-Coach Sascha Rammel nüchtern ausdrückte: „Da war es ein komplett umgekehrtes Bild.“ Fortan übernahm Wickede das Komando und erarbeitete sich nach einer guten Stunde Chance um Chance. Armin Mehovic (66.), Andreas Lüder (72.) und Mehmet Erdogan (74.) rückten das Bild für den Westfalenligisten wieder zurecht. „Das war dann ein ganz anderes Gesicht“, sagte Gocke, der damit dann deutlich zufriedener war.

Auf der anderen Seite sah es bei Sascha Rammel trotz der Niederlage genau so aus: „Wir hätten nicht verlieren müssen, hatten selbst auch noch Chancen“, sagte der KSC-Coach, „wir können daraus viel Positives mitnehmen.“

Hörder SC - VfL Kemminghausen 2:3 - VfL-Trainer Reza Hassani war ein bisschen angefressen von der Leistung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit: „Ich hab den Jungs gesagt, dass wir solche Testspiele nach solch einer Leistung nicht mehr machen.“ Gegen den noch punktlosen A-Liga-Vorletzten von Trainer Robert Podeschwa „hatten wir keine Körperspannung und hätten in der ersten Halbzeit zurückliegen müssen.“ Nur starke Paraden von Torhüter Maximilian Burbaum hätten schlimmeres verhindert.

„Wenn wir so gegen Roj spielen...“

Gegen das 0:1 durch Hördes Tim Lewark konnte aber auch Burbaum nichts anrichten. „Insgesamt hat sich keiner von denen, die sonst weniger Spielzeit bekommen, für Sonntag empfohlen“ sagte Hassani. Lediglich Doppeltorschütze Ibrahim Tasan (zum 1:1 und 3:2 per schönem Lupfer) hätten eine ordentliche Partie gezeigt. Unverdient sei der Sieg aufgrund der zweiten Hälfte aber nicht gewesen. „Trotzdem: Wenn wir am Sonntag so gegen Roj verteidigen, kassieren wir sechs Gegentore“, warnte Hassani sein Team und hofft, dass sich die Schulterverletzung von Chahine Ballhout nicht als allzu schlimm herausstellt.

DJK Blau-Weiß Huckarde - TuS Eichlinghofen 2:3 (1:1) - Für den Bezirksliga-Vierten aus Eichlinghofen war es laut Trainer Marc Risse „ein guter Test. Huckarde war ein starker Gegner.“ Der auch in Führung ging durch Dominik El Hajami (12.). Doch Eichlinghofen hatte zwei spielentscheidende Akteure auf dem Platz: „Marcel Dickehut und Mario Bunk waren heute überragend“, sagte Risse.

„Den hätte meine Omma reingemacht“

Bunk erzielte nicht nur den Ausgleich (23.), sondern auch den Führungstreffer (56.). Das 3:1 besorgte nach 78 Minuten Maximilian Labudda, hatte es dabei aber nicht besonders schwer: „Den hätte auch meine Omma reingemacht“, sagte Risse. Mustafa Akcay verkürzte zwar nochmal auf 2:3 (87.), doch dabei blieb es.

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Fußball-Westfalenliga

Westfalia Wickede in der sportlichen Krise: Schüren-Spieler verhöhnen Gocke-Elf nach Niederlage