EHC trotz Niederlage im Soll - Zustand von Zahumensky stabil

Eishockey-Oberliga

DORTMUND Drei Punkte in Landsberg und eine knappe Niederlage gegen den Top-Favoriten aus Herne – aus sportlicher Sicht lief es am Wochenende gut für den EHC. Die Ligaspiele wurden jedoch von der schweren Verletzung des Landsbergers Boris Zahumensky im Freitagsspiel überschattet.

von Von Benjamin Blum

, 26.10.2009, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Derby gegen Herne wurde von einer schweren Verletzung überschattet.

Das Derby gegen Herne wurde von einer schweren Verletzung überschattet.

Im Landsberger Krankenhaus stellten die Ärzte mehrere gebrochene Halswirbel fest. Zahumensky wurde darauf in eine Münchener Klinik gebracht, zwei mal operiert und ins künstliche Koma versetzt. Am Sonntag gab es dann eine erste Entwarnung aus Bayern: „Es geht Boris den Umständen entsprechend gut“, zitiert das Landsberger Tagblatt den Trainer Norbert Zabel. Pressesprecher Oliver Gaw konnte dies bestätigen: „Boris ist aus dem Koma geweckt worden und in einem Dämmerschlaf. Er kann seine Arme und Beine bewegen.“ Es sei eine unglückliche Situation, dass ein normaler Zweikampf solch schlimme Folgen habe, sagte EHC-Sprecher Klaus Picker. Auch aus Landsberg gibt es keine Vorwürfe an Ryan Martens: „Es war ein Unfall“, sagte Gaw. „Neben der Sorge um Zahumensky habe ich auch Mitleid mit Ryan Martens, den der Vorfall sehr mitgenommen hat.“

Der Dortmunder Stürmer sei nach dem Vorfall „am Boden zerstört gewesen“, sagte Picker. Martens habe immer wieder gefragt, wie es dem Spieler geht. „Mir tut die Situation wahnsinnig leid“, zitierte Picker den Stürmer. Die im Grunde ungerechtfertigte Spieldauer-Disziplinarstrafe akzeptierte Ryan Martens anstandslos. Die Elche haben nun einige Tage Zeit, um den Vorfall zu verdauen: Der EHC bestreitet sein nächstes Spiel am Sonntag in Deggendorf.

Lesen Sie jetzt