Ehemaliger Zweitligaspieler und Dortmunder Junge ist zurück auf der Trainerbank

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Er bezeichnet Giovanni Schiattarella und Reza Hassani als seine „Jungs“, trainierte unter anderem Phönix Eving und den Hombrucher SV. Nun hat sich der Trainer einem neuen Klub angeschlossen.

Dortmund

, 11.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Phönix Eving, Hombrucher SV, BW Huckarde, Eving-Lindenhorst – die Liste der Stationen ist lang und mit diesen vier Vereinen auch nicht komplett dargestellt. Nun hat sich einer der bekanntesten Dortmunder Fußballtrainer, einem neuen Verein angeschlossen – und folgt damit seinem ehemaligen Chef.

„Die Vorfreude ist riesig“, sagt der 56-Jährige, der seine Trainerkarriere eigentlich beenden wollte. Aber dann folgte ein Gespräch - und kurz danach die Unterschrift.

„Wenn du das nicht machst, muss ich dich kreuzigen“

Andreas Köhler und Antonios Kotziampassis, dem aktuellen Trainer des ASC 09 Dortmund, verbindet eine besondere Freundschaft: „Wir haben zusammen den TuS Sinsen trainiert und bei den alten Herren gespielt, wir wohnen beide im Castrop Rauxeler Stadtteil Ickern, nur 150 Meter auseinander und kennen uns seit fast 30 Jahren“, sagt Andreas Köhler.

Ehemaliger Zweitligaspieler und Dortmunder Junge ist zurück auf der Trainerbank

Andreas Köhler ist der neue Co-Trainer beim Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund. © ASC 09

Als es beim Westfalenligisten Sinsen zu Ende ging und Kotziampassis seinem Co-Trainer erzählte, er habe ein Angebot vom Dortmunder Oberligisten ASC 09, riet ihm Köhler: „Junge, mach das. Das ist ein Top-Verein. Wenn du das nicht machst, muss ich dich kreuzigen“, wie der erfahrene Coach erzählt. Kotziampassis folgte diesem Rat, der eher einer Anweisung gleich kam – und kurz danach folgte auch Köhler.

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„Die Vorfreude ist riesengroß! Den steilen Aufstieg des ASC 09 in den letzten zehn Jahren habe ich natürlich verfolgt. Der ASC 09 ist ein toller Verein mit enormem Potential und mit Perspektive. Dass ich nun meinem Freund, als Co-Trainer, folgen kann ist eine tolle Sache“, so Andreas Köhler auf der Homepage des Oberligisten.

Köhler und Kotziampassis wollen die Offensive beflügeln

Andreas Köhler ist ein Dortmunder Junge, wurde 1963 in der Stadt im Ruhrgebiet geboren. Als aktiver Kicker stürmte er für SuS Merklinde, den VfB Waltrop, TuS Schloß Neuhaus, Wuppertaler SV, Spvgg Erkenschwick, Westfalia Herne und den BVL Remscheid in der Oberliga Nordrhein, mit dem er Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Als Trainer stand er zunächst bei Germania Datteln und dem SV Sodingen an der Seitenlinie, ehe es ihn zurück zu seiner Heimatliebe Dortmund zog. Dort brachte er seine Erfahrung beim Hombrucher SV, TuS Eving-Lindenhorst, Phönix Eving, BW Huckarde, SF Nette und der Frauenmannschaft der SG Lütgendortmund ein. Zudem trainierte er Eintracht Datteln, Wacker Obercastrop und zuletzt als Co-Trainer den TuS 05 Sinsen.

Das Einbinden von jungen Spielern, das Samir Habibovic und Emre Konya als sportliche Leiter in Aplerbeck vorhaben, würde genau zu Kotziampassis und ihm passen, sagt Köhler. „Ich glaube, dass die Zusammenarbeit und das Miteinander von Toni und mir gut ist. Toni ist etwas intensiver, ich etwas ruhiger. Wir ergänzen uns gut.“

Gemeinsam wollen die beiden starken Männer auch die Offensive des ASC beflügeln, in der Hinrunde gelangen nur 26 Treffer. „Wir sind ja beide Stürmer gewesen. Die Mannschaft hat sehr viel Potential“, lobt Köhler, der mit Aplerbeck „unten rauskommen“ möchte und für dieses Unterfangen namentlich Maximilian Podehl und Jonas Schneck nennt.

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Dass Schneck in der Hinrunde lediglich auf 94 Minuten Spielzeit kam – verteilt auf acht Partien – wäre dabei gar kein Problem. „Er hat sich in der Vorbereitung gezeigt. Er ist ein guter Junge und man sieht, dass er auflebt, auch weil er das Vertrauen bekommt. Die jungen Leute sind gerade bei Toni gut aufgehoben, weil er ja auch aus dem Bereich kommt“, sagt Köhler.

Der Dortmunder Amateurfußball gehörte für Köhler immer dazu

Den Dortmunder Amateurfußball habe er übrigens nie aus den Augen verloren. „Ich war die überwiegende Zeit meiner Trainerkarriere im Dortmunder Raum und habe viel positive Rückmeldung bekommen, als die Rückkehr fest stand. Ich freue mich. Jungs, die bei mir waren, wie Rafik Halim, Giovanni Schiattarella und Reza Hassani haben ja mittlerweile die Seite gewechselt. Das habe ich immer verfolgt, die Blicke am Sonntagabend gingen immer zum Dortmunder Fußball.“

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