Ein Dortmunder Hinrundenmeister muss um den Aufstieg bangen

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Der FLVW plant weiter, die Saison abzubrechen. So würden die Ersten nach der Quotientenregel und alle Hinrundenmeister aufsteigen. In einem Fall würde die Regel nicht richtig greifen.

Dortmund

, 10.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstagabend hat das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen in einer Videokonferenz mit den Kreisvorsitzenden konferiert. Die wichtigste Essenz der Konferenz: Der Verband will die Saison weiterhin abbrechen.

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Somit steht die Aufstiegsregelung in Westfalen weiter fest, sollte die Ständige Konferenz (11. Mai) und der Verbandstag (Mitte Juni) dem Vorschlag des Verbandsfußballausschusses und des Präsidiums zustimmen. Davon ist fest auszugehen, weil alle Kreisvorsitzenden ihre Gefolgschaft zugestimmt haben.

Der Verbandsfußballausschuss hatte den Vorschlag erarbeitet, dass die aktuellen Tabellenführer nach Quotientenregel (Anzahl der Punkte dividiert durch die Anzahl der Spiele) und die Halbzeitmeister aufsteigen. In einer Liga gibt es aber ein Problem.

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In der Dortmunder Kreisliga C 4. Hier lag Türkspor Dortmund II nach der Hälfte der Spiele auf Platz eins vor dem BV Brambauer III. Beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt 30 Punkte in 11 Spielen eingesammelt. Türkspor (+49) hatte gegenüber Brambauer (+40) das bessere Torverhältnis.

Jetzt das Problem: Nach zwei Rückrundenspieltagen zog Ay Yildiz Derne III sein Team aus dem Meisterschaftsbetrieb zurück. Den Statuten entsprechend, wurden alle Derner Partien annulliert. Da Türkspor gegen Derne das Hinspiel mit 26:0 (!) gewonnen hatte und der Konkurrent Brambauer nur mit 5:0, änderte sich jetzt die Hinrundentabelle.

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Plötzlich lag der BV Brambauer III vorne, der auch bei Abbruch der Meisterschaft auf Rang eins lag. Somit dürfte eigentlich nur der Lüner Vertreter aufsteigen. „Ich halte diese Regelung für sportlich unfair. Als die Hinrunde abgepfiffen wurde, lagen wir auf Platz eins. Deshalb hoffe ich, dass der Kreis uns noch aufsteigen lässt“, sagt Türkspors Sportlicher Leiter Servet Pehlivan.

Dem Fußballkreis Dortmund sind in diesem Fall erstmal die Hände gebunden. Denn erst muss der Verbandstag den Vorschlag des Verbandsfußballausschusses durchwinken, bevor er tätig werden kann. Denn Der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski hat angekündigt, die Aufstiegsregelungen des Verbandes auch im Kreis durchzusetzen.

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„Wenn im Juni die Entscheidung gefallen ist, werden wir uns mit den Härtefällen beschäftigen. Dazu gehört auch der von Türkspor II“, sagt Grondziewski. Er werde sich dann mit dem Fußballausschuss im Kreis abstimmen, ob es hier eine Sonderregelung geben könnte.

Grondziewski betont, dass er sich die Situation von Türkspor II genau anschauen und bewerten werde. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir das Team dann noch aufsteigen lassen. Mehr können wir heute aber noch nicht sagen“, erklärt Grondziewski. Es besteht also noch Hoffnung, dass Türkspor II in der kommenden Spielzeit in der B-Liga aufläuft.

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