Ein Typ wie Xabi Alonso: Bövinghausen-Neuzugang findet sich bei den Alphas gut ein

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Der TuS Bövinghausen hat im Sommer mächtig aufgerüstet und einige Hochkaräter verpflichtet. Ein Oberliga-Neuzugang hat sich sofort etabliert und ist mittlerweile zu einer wichtigen Stütze geworden.

Dortmund

, 10.11.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er galt als einer der Top-Transfers, die der TuS Bövinghausen in diesem Sommer getätigt hat. Mit einer großen Portion Oberliga-Erfahrung stieß der Neuzugang zum TuS Bövinghausen - und bislang hat er die in ihn gesetzten Erfahrungen erfüllen können. Nun stoppt ihn Corona. Im Gespräch erzählt uns Bövinghausens Führungskraft, wie er die erste Zeit erlebt hat und was er von einem ganz speziellen Spieler-Abgang hält.

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Große Anpassungszeit hat Patrick Rudolph nicht benötigt. Im Sommer wechselte der 29-Jährige gemeinsam mit seinem Bruder Kevin vom Oberligisten SV Schermbeck zum TuS Bövinghausen - dem Heimatverein der Rudolphs, die beide nur gefühlt einen Steinwurf vom Platz entfernt wohnen. Während sich Kevin Rudolph im Dortmund Westen nicht wohlfühlte und sich entschloss, den Verein schnell wieder zu verlassen, ist sein Bruder Patrick Rudolph beim aktuellen Tabellenführer der Westfalenliga 2 angekommen. In sieben Spielen stand er für den TuS auf dem Platz und hatte bislang auch gehörigen Anteil daran, dass der TuS Tabellenführer ist.

Patrick Rudolph: „Ich brauche nicht viel Eingewöhnungszeit“

„Ich brauche nicht viel Eingewöhnungszeit. Ich reiße das Spiel gerne an mich, versuche hinten alles abzuräumen und von hinten heraus Ruhe reinzubringen, um danach mit einem schnellen Pass Chancen herauszuspielen“, sagt Rudolph, der seinen Spielstil am ehesten mit jenem von Xabi Alonso (unter anderem Ex-Spieler beim FC Bayern München, Anm. d. Red.) vergleicht.

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Patrick Rudolph hat sich beim TuS mit all seinen vielen Alphatieren also eingelebt. Selbst den Trainerwechsel kurz vor dem Saisonstart (Dimitrios Kalpakidis wurde entlassen, Anm. d. Red.) ließ Rudolph nicht an sich heran - im Gegensatz zu seinem Bruder Kevin, der diesen nicht nachvollziehen konnte. „Ich gucke auf mich selbst. Ich kam mit Kalpakidis super klar und habe es auch lieber, wenn pro Saison nur ein Trainer da ist, aber an der Situation selbst kann man ja nichts ändern. Ich weiß, dass ich spiele, wenn ich meine Leistung abrufe“, gibt sich Patrick Rudolph kämpferisch.

Kevin Rudolph monierte Unruhe im Verein

Bruder Kevin Rudolph hingegen war all das zu viel. Er monierte die Unruhe in und um den Verein herum und verließ den TuS in Richtung SV Sodingen. Patrick Rudolph fand das schade. „Kevin nimmt sich alles sehr schnell an. Wirklich verstanden haben ich seinen Wechsel nicht. Wenn er aber das Standing hat, dann blüht er auf. Ich bin mir auch sicher, dass er sich in Bövinghausen durchgesetzt hätte“, sagt Patrick Rudolph, der mit seinem Bruder in der Vergangenheit viele Erfolge, unter anderem den Oberliga-Aufstieg, zusammengefeiert hat.

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Der ist auch für die aktuell laufende Saison des TuS Bövinghausen das große Ziel. Ein Ziel, das realistisch erscheint, durch die Corona-Pandemie aber bedroht werden könnte. Mindestens 50 Prozent der Spiele in der Westfalenliga 2 müssen nämlich absolviert werden, um die Liga zu werten.

„Wenn wir unseren Turn durchziehen, dann ist der Aufstieg auf jeden Fall möglich. Irgendwo ist aber schon eine Sorge da, dass die Saison vielleicht nicht weitergespielt werden kann. Ich hoffe, dass wir zumindest die 50 Prozent erreichen“, so Rudolph, der nicht mehr glaubt, dass in diesem Jahr noch gekickt werden kann.

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Bis zum Re-Start der Spielzeit muss sich der 29-jährige Sechser zunächst einmal individuell fithalten. Wegen der Corona-Maßnahmen ist das Mannschaftstraining nämlich verboten. Mit Laufeinheiten und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ist Rudolph zumindest individuell auf einem guten Wege...

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