Ein Verein, drei Aufstiege: TSC Eintracht Dortmund gelingt der Titel-Hattrick

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Was für ein Jubel bei der TSC Eintracht Dortmund. Nicht nur ein Team war gespickt von Titelstürmern, sondern gleich drei. Das Erfolgsgeheimnis zieht sich durch den ganzen Klub.

von Dennis Winterhagen, Maximilian Konrad

Dortmund

, 14.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Hockeyabteilung des TSC Eintracht Dortmund in den vergangenen Wochen eine Sache gelernt hat, dann ist es das Feiern!

Denn neben der ersten Mannschaft, schaffte dies auch die zweite sowie die Damenmannschaft – und natürlich mussten die Erfolge ordentlich zelebriert werden.

Die Hockeyherren ließen sich nach dem Sieg in Rheine feiern.

Die Hockeyherren ließen sich nach dem Sieg in Rheine feiern. © Privat

Zum entscheidenden Spiel der Herrenmannschaft beim RHTC Rheine, bei dem das Team den Aufstieg perfekt machte, reiste der TSC in voller Abteilungsstärke mit Spielern der zweiten Herren und der ersten Frauen und anderen Fans. Nach dem 9:1-Sieg in Rheine kannte der Jubel dann keine Grenzen mehr!

Trainer der ersten Herren: „Die Einstellung hat sich deutlich verbessert“

Eine Ursache für den direkten Wiederaufstieg der ersten Männer in die Oberliga: die Einstellung. „Die Einstellung hat sich deutlich verbessert. Der Umgang miteinander ist viel professioneller geworden“, erklärt Jens Höttemann, Trainer der ersten beiden Herrenmannschaften, der viel Zeit in seine Tätigkeit als Trainer steckt.

Großer Jubel bei der TSC Eintracht Dortmund nach dem Dreifachaufstieg.

Großer Jubel bei der TSC Eintracht Dortmund nach dem Dreifachaufstieg. © TSC Eintracht

„Ich mache das auch beruflich“, meint Höttemann, der hauptamtlicher Trainer beim TSC Eintracht ist. Er tut alles dafür, seinen Job gut auszuüben – dabei setzt er intensiv auf Videoanalysen. „Das mache ich schon immer. Letztes Jahr wurde das leider nicht so gut angenommen beziehungsweise auf dem Platz nicht so gut umgesetzt, das ist jetzt anders.“ 30 bis 45 Minuten vor den Spielen und teilweise beim Training werden die Szenen auf Video haargenau seziert – und das trägt Früchte.

Alex Roltsch, der Spieler bei den Herren ist und gleichzeitig die Damen trainiert, findet: „Die Videoanalysen haben uns echt weitergebracht. Dadurch kannten wir die Schwächen des Gegners besser und wussten, welche Taktik bei Strafecken angewendet wird.“

Das beweisen die Ergebnisse. Neben dem Aufstieg in die Oberliga schlug die erste Mannschaft in diversen Vorbereitungsspielen auch ein paar Teams aus der Zweiten Bundesliga. „Die haben wir auch wegen der Qualität geschlagen. Wir haben einen guten Mix aus Jung und Alt“, so Höttemann weiter.

Das Team der ersten Mannschaft des TSC Eintracht spielt nun wieder in der Oberliga.

Das Team der ersten Mannschaft des TSC Eintracht spielt nun wieder in der Oberliga. © Privat

Und wie soll es in der Oberliga weitergehen? „Erstmal wollen wir natürlich den Klassenerhalt sichern. Wir schielen allerdings auch aufs Mittelfeld, vielleicht sogar noch oben“, meint der Übungsleiter abschließend zur ersten Mannschaft. Das findet auch Alex Roltsch, „Von der Qualität gehören wir dahin“, sagt er. Dazu findet er, dass „sehr akribisch“ gearbeitet wurde.

Zweite Herren: „Wenn alle zusammenbleiben, kann man nach oben gucken“

Ebenfalls aufgestiegen sind die zweiten Herren. Nach dem sich das Team vor einiger Zeit aus dem Spielbetrieb wegen Personalmangels zurückziehen musste, kletterte man nun von der Verbandsliga III in die Verbandsliga II. Und auch die Mannschaft hat das Potenzial, eventuell oben angreifen zu können.

„Wenn alle zusammen bleiben, kann man auch da eventuell nach oben gucken“, meint Höttemann. Die Entwicklung sei eine sehr gute. Die Mannschaft entschied nicht nur alle neun Spiele der Saison für sich – sie erzielte im Schnitt 8,5 Tore Spiel (77 insgesamt) und sammelte 27 von 27 möglichen Punkten.

Damenteam spielt eine überragende Saison

Das dritte aufgestiegene Team, die Damen, spielten ebenfalls eine souveräne Saison und schafften es folgerichtig von der Oberliga in die zweite Regionalliga. Von zehn Spielen konnten neun gewonnen werden. Roltsch lobte dabei seine Mannschaft in höchsten Tönen: „Die Mädels haben wirklich einen exzellenten Zusammenhalt und verstehen sich auch außerhalb des Platzes“, und weiter: „Wir haben einen harten Kern von Spielerinnen, die schon immer da waren“, meint er.

Doch bevor die neue Saison in der Halle startet, geht es erst einmal auf dem Feld weiter. Dort ist die erste Herrenmannschaft aktuell Tabellenerster, führt die Liga mit sechs Zählern Vorsprung vor dem Moerser TV an. „Auch da wollen wir auf jeden Fall aufsteigen“, so Höttemann.

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