„Einfach gut“ und „geiles Gefühl“ - Kirchhörder Youngster begeistert beim Derby gegen Hombruch

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Dass sie in Kirchhörde über junge und hungrige Spieler verfügen, ist nichts Neues. Im Derby gegen Hombruch fiel eine Sturmspitze mal wieder besonders auf - auch weil sie erst 19 Jahre alt ist.

Dortmund

, 16.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sascha Rammel muss natürlich ein bisschen bremsen. Ist doch klar. Angesprochen auf die Leistung von Leon Franke im Derby gegen den Hombrucher SV sagte Rammel deshalb: „Darüber brauche ich nicht mehr so viel zu erzählen“ und sagte dann auch nur noch: „Der kann noch mehr. Aber der ist auch einfach gut.“

Leon Franke, einfach gut

Einfach gut, der Slogan, den sich eine Fast-Food-Marke mal zu eigen gemacht hatte, trifft nun also auf das 19-Jährige Angriffstalent des Landesligisten zu. Der Unterschied: Franke macht nicht fett, sondern gefährlich - den Kirchhörder Angriff nämlich.

„Einfach gut“ und „geiles Gefühl“ - Kirchhörder Youngster begeistert beim Derby gegen Hombruch

"Leon ist einfach gut": Sascha Rammel. © Folty

Der schnelle Stürmer belohnte sich beim 3:0 gegen Hombruch mit dem dritten Treffer selbst und hätte - das ist es wohl, was Rammel meinte - auch noch das vierte nachlegen können. Doch Franke war auch so zufrieden: „Es ist zum Jahresabschluss und natürlich gerade gegen Hombruch ein geiles Gefühl, wieder einen Sieg in der Tasche zu haben.“

„Ein geiles Gefühl“

Dass er maßgeblich dazu beigetragen hatte, wollte er nicht zu hoch hängen: „Da gehört die Mannschaft mit dazu“, sagte Franke. Doch beim 1:0 war es schon Franke selbst, der erst clever dazwischenspritzte, als sich die Hombrucher Verteidiger Benjamin Bielmeier und Florian Peterhülseweh kurz uneinig waren und der dann auch noch querlegte, als es eigentlich schon wieder zu spät war: „Ich habe ein bisschen zu lange nachgedacht und das Tempo verloren“, sagte Franke.

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Doch er sah eben trotzdem noch den mitgelaufenen Simon Rudnik: „Wenn du dann in letzter Sekunde nochmal ablegen kannst, ist das auch ein geiles Gefühl“, sagte Franke. Das 1:0 war der verdiente Lohn für eine engagierte Anfangsphase, in der die Kirchhörder eigentlich stets Herr im Hause waren: „Es war einfach von Beginn an eine positive Stimmung auf dem Platz“, merkte Franke.

Optimale Hinrunde

Seine Hinrunde bezeichnet er als „eigentlich optimal.“ Fünf Saisontore und „genug Spielanteile“ stehen auf seinem Konto: „Es läuft eigentlich alles super.“ Eigentlich, weil sie halt diese kleine Ergebniskrise hatten. Vor dem Derbysieg gegen Hombruch waren die Kirchhörder fünf Spiele ohne Sieg geblieben: „Es lag an unserer Einstellung und an der Konzentration, dass wir diese Spiele zum Teil noch hergegeben haben. Aber da haben wir uns wieder rausgeholt“, sagt Franke.

Er selbst hatte daran seinen Anteil. Mit schnellem Antritt, aber auch bei Ballstaffetten über mehrere Stationen und vor allem immer hellwach im Pressing: „Ich bekomme hier individuelle Tipps nach jedem Training, die mich weiterbringen“, sagt Franke, der merkt, dass er sich dadurch weiterentwickelt. Und das ist, na klar, „auch ein geiles Gefühl.“

Man wird noch hören von diesem Jungen. Darüber kann man sich nach dieser Hinrunde sicher sein.

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