Ein Sieg noch bis zum Aufstieg der Eisadler - doch dann gehen die Diskussionen erst los

Eishockey

Ein Spiel bestreiten die Eisadler Dortmund noch in der Qualifikationsrunde zur Regionalliga. Ein Sieg würde den Aufstieg bedeuten – doch kann der Verein das Spielrecht überhaupt annehmen?

Dortmund

, 10.03.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gelingt den Eisadlern Dortmund der große Coup mit dem Aufstieg?

Gelingt den Eisadlern Dortmund der große Coup mit dem Aufstieg? © Foltynowicz

Sportlich könnte die Ausgangslage der Eisadler Dortmund derzeit nicht besser aussehen. Nach zwei Siegen am vergangenen Wochenende fehlt den Dortmundern nur noch ein Erfolg, um den Aufstieg in die Regionalliga perfekt zu machen.

Denn: Mit 15 Punkten aus sieben Spielen stehen die Eisadler auf Platz eins der Qualifikationsrunde. Gewinnt das Team von Trainer Waldemar Banaszak nun auch das achte Spiel (Freitag, 20 Uhr, Eisstadion Strobelallee) gegen Bergisch Gladbach, ist es von Platz zwei nicht mehr zu verdängen – und der reicht auf jeden Fall für den Aufstieg in die Regionalliga.

Großes Fragezeichen hinter dem Aufstieg der Eisadler Dortmund

„Die ersten beiden Teams steigen am Ende in die Regionalliga auf. Mit einem Sieg am Freitag hätten wir also die sportliche Qualifikation geschafft“, erklärt Eisadler-Präsident Bernd Schnieder.

Unabhängig vom Ergebnis des finalen Spiels, steht hinter einem möglichen Start in der Regionalliga in der kommenden Saison aber noch ein großes Fragezeichen. Denn mit der Verbesserung der Ligazugehörigkeit würde eine erhebliche Steigerung der finanziellen Aufwendungen unvermeidlich einhergehen. Eine Hürde, die für die Eisadler derzeit zu hoch sein könnte.

Mindestens ein starker Sponsor fehlt den Eisadlern

„Wir wissen noch nicht, ob wir unser Spielrecht für die Regionalliga annehmen würden“, so Schnieder, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen: „Da stehen noch Gespräche aus. Für die Regionalliga bräuchten wir einen starken Sponsor. Den gilt es zu finden, andererseits ist auch sportlich noch nicht alles in trockenen Tüchern.

Spielen die Eisadler allerdings weiter so erfolgreich wie am vergangenen Wochenende, tütet der Klub Rang zwei an diesem Freitag ein.

Mit dem ESV Bergisch Gladbach kommt dann eine Mannschaft nach Dortmund, die zwar kaum noch Chancen auf den Aufstieg hat, den Eisadlern das Leben aber schwer machen wird – diese Erfahrung machte das Banaszak-Team im Hinspiel am vergangenen Sonntag.

Die Eisadler verschliefen die Anfangsphase komplett und sahen sich nach 13 Minuten mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert. Für die Dortmunder der Weckruf: Noch vor der ersten Drittelpause egalisierten Kevin Peschke per Doppelschlag sowie Michael Alda den Rückstand. Zwar kassierten die Eisadler zu Beginn des zweiten Drittels Gegentreffer Nummer vier, zeigten sich davon aber unbeeindruckt: Matthew Genest-Schön, erneut Peschke und schließlich Malte Bergstermann brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach.

Patrick Owomoyela und BVB-Maskottchen Emma zu Gast

Bereits am Freitagabend hatten die Eisadler vor heimischer Kulisse den TuS Wiehl mit 5:2 besiegt. Neben den rund 600 Zuschauern im Eisstadion an der Strobelallee fanden sich zwei besondere Gäste ein: BVB-Maskottchen Emma und der ehemalige Fußballprofi Patrick Owomoyela besuchten das Spiel.

BVB-Maskottchen Emma war beim Spiel der Eisadler Dortmund.

BVB-Maskottchen Emma war beim Spiel der Eisadler Dortmund. © Foltynowicz

Beide Teams begannen forsch und ohne große Abtastphase, starke Goalie-Leistungen auf beiden Seiten verhinderten aber Tore im ersten Drittel. Im zweiten Drittel schien sich der zum Teil fahrlässige Umgang mit den Torchancen für die Eisadler zu rächen, denn Wiehl führte nach 25 Minuten mit 2:0.

Mit dem Rücken zur Wand drehten die Eisadler in der Folge allerdings auf. Nach den Treffern von Maximilian Jung und Christian Gose brachte Nils Hoffmann den Puck zur 3:2-Führung im Gäste-Tor unter. Der Widerstand der Wiehler war damit gebrochen. Die Eisadler hatten in der Folge leichtes Spiel und erhöhten durch die Tore von Kapitän Malte Bergstermann und Felix Berger zum 5:2-Endstand.

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