Eishockey: EHC verpasst Sensation

3:4 gegen Herne

DORTMUND Der EHC Dortmund ist knapp an der Sensation vorbeigeschlittert: Die Elche zeigten im Revierderby gegen Herne eine engagierte Leistung, verloren die Partie jedoch mit 3:4.

25.10.2009, 22:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es ging hart zur Sache im Revierderby.

Es ging hart zur Sache im Revierderby.

Trotz niedriger Temperaturen war die Stimmung im Eissportzentrum aufgeheizt: Die Fans aus Dortmund und Herne lieferten sich auf den Rängen einen verbalen Schlagabtausch. "Ohne Pape wärt ihr gar nicht hier", womit die Elche-Fans auf den Herner Mäzen anspielten, gehörte noch zu den harmloseren Sprechchören.  Harter Kampf Wirklich aggressiv ging es aber nur auf dem Eis zur Sache: Der EHC und die Gäste lieferten sich im ersten Drittel einen harten Kampf, der von den Schiedsrichtern mit reichlich Strafzeiten quittiert wurde. Rutschte gerade kein gefoulter Spieler, sondern nur die Scheibe übers Eis, sahen die Zuschauer eine Partie, in der die Hausherren Feldvorteile hatten. Top-Torjäger T.J. Sakaluk brachte den EHC schließlich in Führung, doch während der Stadionsprecher noch die Namen der Torschützen durchgab, bejubelten die Herne schon den Ausgleich (8.).

Im zweiten Durchgang legten die Dortmunder gleich zwei Schlägerkellen drauf. Der EHC spielte schnelles, kompromissloses Eishockey und schnürte die Ruhrpott Crusaders in ihrem eigenen Drittel ein. Die Folge war ein verdienter Zwei-Tore-Vorsprung: Erst traf Alexander Janzen in Überzahl (29.), dann legte Kevin Thau nach (34.).

Nach dem Rückstand zeigte die Ruhrpott Crusaders, warum EHC-Trainer Frank Gentges das Team als den "FC Bayern München der Oberliga" bezeichnete. Die Herner glichen in weniger als vier Minuten mit effektivem Offensivspiel aus.

Im letzten Durchgang sahen die 1236 Zuschauer an der Strobelallee eine ausgeglichene Partie. Beide Teams kamen zu guten Torchancen, doch am Ende jubelten nur die Herner: Jan Taube fuhr ins Drittel der Dortmunder und schoss nach einer halben Körperdrehung mühelos ins lange Eck. EHC-Keeper Benjamin Finkenrath, der eine gute Partie spielte, war auch in dieser Szene machtlos.

"Es mag nach einer Niederlage merkwürdig klingen, aber ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", würdigte Frank Gentges nach dem Schlusspfiff die Leistung seiner Mannschaft.. Lob gab es auch von Niklas Sundblad: "Dortmund war die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben". Benjamin Blum

Tore: 1:0 (07:11) Sakaluk (Brenk, Stähle) 5-4, 1:1 (07:46) 5-4, 2:1 (28:18) Janzen (Hördler, Weilert), 3:1 (33:28) Thau (Stiebinger), 3:2 (34:58), 3:3 (38:54), 3:4 (50:03)

Strafen: Dortmund 6 / Herne 16

Zuschauer: 1236

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