Elvis sorgt dafür, dass der BSV Schüren im Tabellenkeller kleben bleibt

mlzFußball-Westfalenliga

Der Blick auf die Westfalenliga-Tabelle dürfte den Schürenern weiterhin keinen Spaß machen. Das Spiel am Sonntag gegen den Aufsteiger aus Obercastrop ließ Schürens Trainer sprachlos zurück.

Dortmund

, 19.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Punkte-Ausbeute der Schürener sieht auch nach dem siebten Spieltag weiter sehr mager aus. Der BSV Schüren ist neben der Spur – der Stürmer des Gegners Wacker Obercastrop, Elvis Shala, ist hingegen auf der Überholspur. Mit seinen Saisontreffern vier und fünf war er der entscheidende Mann.

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Er traf in der 36. und 41. Minute für den auf Tabellenrang drei vorrückenden Gast. Am Ende der Straße steht so ein verdientes 2:0 (2:0) für Aufsteiger Wacker.

Auch in Sachen gesprochene Wort lag Wacker deutlich vor Schüren. Der Geräuschpegel auf Obercastroper Seite war deutlich höher als der bei den oft sehr verhalten wirkenden Schürenern. Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu hatte mehr zu erzählen als Schürens Arthur Matlik, was aber nicht sonderlich schwierig war, da sich Matlik auf „ich habe nichts zu sagen“ beschränkte.

Schürens Trainer zog es vor zu schweigen

Wackers Coach war nach dem dritten Erfolg in Serie deutlich gesprächiger: „Wir kennen die Teams aus der Westfalenliga noch nicht so gut. Nach 15 Minuten aber bekamen wir das Spiel in den Griff. Das 1:0 von Elvis aus gut 20 Metern war natürlich super. Auch das 2:0 nach Vorarbeit von Bakir Basic haben wir gut herausgespielt.“

Matlik zog es ja vor, zu schweigen. Dafür bewies der zweimal in kürzester Zeit geschlagene BSV-Keeper Felix Wenderoth die Kraft, seine Sicht der Dinge zu beschreiben. „Den Toren gehen Fehler voraus. Das ist bitter, zumal wir im Training alle ackern. Wir bekommen es zurzeit nicht auf den Platz. Und dann stehen wir eben da, wo wir stehen.“

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Einigkeit bei Gästetrainer und Heimtorwart herrschte dann auch in der Bewertung der zweiten Hälfte: „Wir haben uns bemüht. Aber das ist dann doch auch eine junge Mannschaft, die nicht mehr die Mittel für die Wende fand“, sagte Wenderoth. Uzunoglu beschrieb treffend: „Richtige Chancen haben wir gar nicht zugelassen.“

Letztendlich ist damit die Geschichte des Spiels auch erzählt. Shala hätte vor seinen Treffern das Führungstor erzielen können (4.). Das 0:1 legte Ex-Profi Jonas Acquistapaca den Gästen vor, das 0:2 der bereits erwähnte umtriebige Bakir Basic. Letzteres passierte ohne große Gegenwehr der Gastgeber. Neben dem Mann des Spiels und Basic wirbelte auch Robin Franke vorne munter weg.

Schüren entwickelt keine Durchschlagskraft

Und die Schürener Zuschauer, die von Toren durch Kamil Bednarski, der nur auf der Bank saß, und früher auch Eyüp Cosgun oder Karim Bouzerda, die wechselten, verwöhnt waren, stellten sich die große Frage: „Wer soll für uns nur treffen?“ Und sie hätten sich durchaus fragen können: „Wie soll derjenigen dann treffen, wenn er keine Anspiele erhält?“

Heißt: Der BSV hatte durchaus seine Spielanteile, kam aber fast gar nicht mal in gefährlich Nähe des Obercastroper Tores. „Wir wussten, dass Schüren nach der Pause mehr machen würde. So kam es auch, aber ich denke, unser Sieg blieb verdient und relativ ungefährdet“, gab Wackers Coach zu Protokoll.

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Hätte Matlik gesprochen, hätte er vielleicht gesagt: „Wir hätten ewig weiterspielen können und hätten wohl nicht getroffen.“ Immerhin stimmte nach der Pause die Einstellung.

Sotirios Stratakis hatte in der Nachspielzeit einen aussichtsreichen Freistoß für den BSV. Selbst wenn dieser reingegangen wäre, hätte es für Schüren nicht mehr gereicht. So blieb es beim gerechten Sieg einer Spitzenmannschaft gegen ein Team, das schweren Zeiten entgegengeht.

BSV: Wenderoth - Hederich (69. Akcay), Acquistapace, Bernhard - Anhari, Dos Simoes (46. Lappen), Stratakis, Mönig - Hines, Boatey (57. Merkel) - Uzun Tore: 0:1, 0:2 Shala (36., 41.)
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