Erneut Mannschaft in Quarantäne: „Ich verstehe nicht, warum der Kreis nicht unterbricht“

mlzFußball

Bei einer Dortmunder Fußball-Mannschaft sind mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Spiel am Sonntag fällt aus. Ein Großteil der Mannschaft befindet sich in Quarantäne.

Dortmund

, 24.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Dortmund hat am Freitag eine Corona-Inzidenz von 100 überschritten. Die steigenden Zahlen machen sich weiter auch in den Dortmunder Fußballmannschaften bemerkbar. Bei einem Team ist ein Großteil des Kaders in Quarantäne. Das Spiel am Sonntag ist abgesagt.

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Der Bezirksligist Rot Weiß Germania wird damit nicht gegen Westfalia Huckarde im Derby antreten. Mehrere Spieler von Germania sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am vergangenen Wochenende ist bereits das Spiel gegen die SG Castrop-Rauxel abgesagt worden. Bei den Castrop-Rauxelern lag ein positiver Test vor, aber auch Germania hatte am Freitag (16.10.) vor diesem Spiel schon das Ergebnis eines Spielers vorliegen.

Dieser ließ sich vor einer Urlaubsreise testen und erhielt die Rückmeldung, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Da er am Dienstag (13.10.) zuvor aber noch mit der Mannschaft trainiert, begaben sich alle Spieler, die beim Training anwesend waren, selbstständig in Isolation und ließen sich Anfang dieser Woche testen.

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„Es hat auch bei uns eingeschlagen“

Zwei weitere Spieler erhielten positive Test-Ergebnisse. Wie ihr Mitspieler zeigten aber auch sie keine Symptome. „Es hat auch bei uns eingeschlagen“, sagt Germania-Trainer Alexander Schwarz. „Zum Glück haben wir schon am Donnerstag vor Bekanntwerden des ersten Falls das Training aus Vorsicht abgesagt, weil einige Spieler Erkältungssymptome hatten.“

Germania-Trainer Alexander Schwarz findet, dass die aktuelle Lage Fußballspiele momentan nicht zulässt.

Germania-Trainer Alexander Schwarz findet, dass die aktuelle Lage Fußballspiele momentan nicht zulässt. © Schulze

Aus Sicht des Germania-Trainers ergibt es keinen Sinn aktuell weiter Fußball zu spielen: „Ich verstehe nicht, warum der Kreis nicht unterbricht.“ Man müsse sich doch nur die Infektionszahlen ansehen. Die Zahlen würden schließlich nicht besser, eher im Gegenteil. „Es ist nicht gerechtfertigt, weiter Fußball zu spielen“, findet Schwarz. Die Tabelle sei sowieso schon total verzerrt.

„Wichtiger ist aber die Gesundheit. Wir müssen ja auch an die denken, die älter sind oder Vorerkrankungen haben. Zu solchen Menschen haben wir ja auch Kontakt und wollen sie nicht anstecken“, sagt Schwarz. Überall in der Region gebe es Risikogebiete. „Es ergibt in NRW gerade keinen Sinn, Fußball zu spielen. Wir sollten den Amateursport erst mal hinten anstellen.“

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