Ex-ASC-Trainer Tim Schwarz im Interview: Mein Privatleben ist mir extrem wichtig

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Tim Schwarz hat den ASC 09 Dortmund am Montagamorgen informiert, dass er im neuen Jahr nicht mehr als Trainer der ersten Mannschaft zur Verfügung steht. Im Interview erklärt er warum.

Dortmund

, 16.12.2019, 19:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seine Entscheidung ist nicht von heute auf morgen gefallen. Tim Schwarz bleibt auch dem Klub erhalten und trainiert wieder die zweite Mannschaft, mit der er in die Bezirksliga aufsteigen kann.

Haben Sie den Aufwand eines Oberliga-Trainers unterschätzt?

Nein, der zeitliche Aufwand war ja klar. Ich habe gesagt, dass ich erstmal bis zum Winter aushelfe und wir dann gucken, wie der Klub am besten in die Zukunft geht.

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Ist Ihre Entscheidung, den Job aus Zeitgründen aufzugeben, am Sonntag nach dem 1:2 gegen den SC Paderborn II gefallen?

Nein, ich habe mir schon die Tage zuvor intensive Gedanken gemacht. Je näher das verabredete Gespräch mit dem Vorstand gerückt ist, umso klarer war mir, dass ich nicht weitermache. Und um schnell für Klarheit zu sorgen, habe ich erst gar nicht bis zur Mitte der Woche gewartet, sondern schon am Montagmorgen meine Entscheidung dem Vorstand mitgeteilt.

Sind Sie erleichtert?

Erleichtert nicht. Die Situation hat mich nicht belastet. Ich bin nicht der Typ, der sich unnötigen Druck macht.

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Hätten Sie auch aufgehört, wenn sie fünf Ihrer sieben Spiele gewonnen hätten?

Ich glaube schon. Ich arbeite von 9 bis 18 Uhr. Ich habe mir gerade ein Haus und einen Hund gekauft. Und meine Partnerin habe ich die letzten Wochen auch nicht ganz so häufig gesehen. Mein Privatleben ist mir extrem wichtig, deshalb ist mir die Entscheidung auch nicht zu schwer gefallen.

Der Sportliche Leiter Samir Habibovic stellt sich vor Sie und ist sauer auf die Mannschaft, weil die die vergangenen Wochen schlecht gespielt hat. Wie haben sie das Team erlebt?

Es ist verunsichert. In ihrem Kommentar haben Sie ja geschrieben, dass mir vielleicht die Erfahrung fehle für das Team. Vor mir war ja Daniel Sekic da. Der hat die nötige Erfahrung und hat die Mannschaft überragend trainiert. Und es hat trotzdem nicht geklappt. Ich stimme Samir zu, dass die Mannschaft jetzt in der Pflicht steht, egal wer als neuer Trainer kommt.

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Sie steigen jetzt wieder als Spielertrainer der zweiten Mannschaft des ASC ein, die um den Aufstieg spielt.

Für mich wird das kein anderes Gefühl. Ich lebe den Fußball, egal ob ich gegen den Abstieg oder um den Aufstieg spiele. Ich liebe es einfach, auf dem Platz zu stehen. Ich mache mich da frei von Tabellenplätzen, ich will immer das Maximale erreichen. Aber klar, es ist schon schöner, um den Aufstieg mitzuspielen.

Werden Sie es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder höherklassig als Trainer versuchen?

Ich traue es mir zu. Ich kann einen guten Draht zu Spielern aufbauen. Ich würde es mir aber überlegen, noch einmal mitten in der Saison einzusteigen.

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