Ex-ASC-Keeper Wenderoth: Ein halbes Jahr Pause, jetzt „offener Zweikampf“ mit Schürens Nummer eins

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Felix Wenderoth ist seit dieser Saison beim BSV Schüren - nach einer Spielzeit fast komplett ohne den Fußball. Der Torwart des BSV Schüren gibt sich zurückhaltend, obwohl alles offen ist.

Dortmund

, 21.10.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kahl geschoren sind sie jetzt, die Haare von Felix Wenderoth. Die Mähne, die Wenderoth noch vor zwei Jahren hatte, als er beim ASC 09 Torwart war, die gibt es nicht mehr. Wenderoth hat einen Wandel vollzogen.

Es ist beinahe anderthalb Jahre her, da lief Wenderoth für den ASC 09 im Kreispokal-Finale auf, verlor damals knapp im Elfmeterschießen - gegen den BSV Schüren. Ihn, den damals dritten Torwart der Aplerbecker, traf keine Schuld an der Niederlage. Auf dem Schürener Kunstrasen präsentierte sich Wenderoth mit seinen damals 18 Jahren sehr kühn, souverän und sicher.

Ex-ASC-Keeper Wenderoth: Ein halbes Jahr Pause, jetzt „offener Zweikampf“ mit Schürens Nummer eins

Felix Wenderoth, damals im knallgelben Trikot des ASC 09, im Kreispokalfinale 2018 gegen den BSV Schüren. © Folty

Ob Wenderoth mit der Leistung von damals in das Blickfeld des BSV Schüren gerutscht ist? Es könnte sein. Den Anstoß zum Wechsel des jungen Torhüters vor dieser Saison kam aber von ihm selbst. „Ich habe tatsächlich nachgefragt, wie es aussieht. Es hat von Anfang an gepasst, ich hatte direkt ein gutes Gespräch mit Peter (Seifert, Vorsitzender des BSV Schüren, Anm. d. Red.)“, erzählt Wenderoth.

Wenderoth hatte vor anderthalb Jahren kein Unlustgefühl auf den Fußball bekommen, aber wirklich zufrieden war er mit seiner Situation nicht. Lediglich dritter Torwart in Aplerbeck, keine reelle Chance auf regelmäßige Einsätze. Wenderoth fing mit einem Fernstudium an, konzentrierte sich erst mal darauf, gönnte sich eine Auszeit.

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Doch irgendwann kam es wieder, dieses Kribbeln, auf dem Platz zu stehen. „Nach Aplerbeck war es ein schweres Jahr“, beschreibt Wenderoth seine Gefühlslage. Aber: „Die Lust vergeht nie.“

Dann ging es schnell und Wenderoth kam beim Westfalenligisten an der Schürener Straße unter, nachdem er schon neun Spiele in der vergangenen Rückrunde für den Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte absolviert hatte.

Ex-ASC-Keeper Wenderoth: Ein halbes Jahr Pause, jetzt „offener Zweikampf“ mit Schürens Nummer eins

Felix Wenderoth (M.) absolvierte in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit neun Spiele für den Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte. © Bernd Paulitschke

Zwar ist der BSV mit Sascha Samulewicz - einem der besten Torhüter in Dortmund - ausgestattet, aber zwischen Wenderoth und dem 33-Jährigen findet laut Schürens Übungsleiter Arthur Matlik ein „offener Zweikampf“ statt. Wie sich Wenderoth bislang so macht? „Super“, erklärt Matlik, „Felix ist gewinnbringend für unseren Kader.“

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Dennoch hat Samulewicz die Nase bislang vorn, bringt seit Jahren seine Leistung, liefert ab, ist Kapitän, Lautsprecher und Identifikationsfigur in Schüren. Momentan spielt Wenderoth dann, wenn Samulewicz verletzt ist oder beruflich passen muss, wie am Sonntag beim Derbysieg gegen Westfalia Wickede. „Deswegen freut es mich umso mehr für Felix, dass der uns so im Spiel gehalten hat“, erklärte Matlik.

Wenderoth hielt gut gegen Wickede. Er lieferte eine starke Parade in der Nachspielzeit ab - auch weil Wickede sonst wenig gute Abschlüsse hatte - aber er hielt sicher, wirkte trotz seiner 21 Jahren wie ein Ruhepol im Tor, verdiente sich sogar eine Berufung in die Elf des Spieltags.

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Wenderoth gibt sich aber bescheiden, stellt jetzt keine großen Ansprüche: „Samu ist die Nummer eins, hat sich bis jetzt nichts zuschulden kommen lassen, macht super Spiele.“ Für ihn sei es erst mal nur wichtig, wieder gut zu trainieren. „Wenn man zwischendurch Spiele kriegt, nimmt man die gerne mit.“

Drei Pflichtspiele gab es auf diesem Weg für Wenderoth, dabei zwei Niederlagen im anderen Westfalenliga-Derby gegen den FC Brünninghausen (1:3) und den FC Lennestadt (0:2). Nun durfte Wenderoth den Schürener Platz zum ersten Mal als Sieger verlassen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Felix Wenderoth ein ganzes Jahr Pause gemacht hätte. Wenderoth absolvierte neun Spiele in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit für den Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte.

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