Faustdicke Überraschung beim Kronen Cup: Außenseiter holt sich den Titel in Dortmund

Handball

Damit haben wohl nur die wenigsten Handball-Freunde gerechnet: Ein Verbandsligist überrascht im Endspiel den Drittligisten TuS Volmetal. Westfalia Hombruch verpasst das Finale nur denkbar knapp.

Dortmund

, 12.08.2019, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Faustdicke Überraschung beim Kronen Cup: Außenseiter holt sich den Titel in Dortmund

Hombruchs Marcel Vogler schließt beim 10:7 über Volmetal erfolgreich aus der zweiten Reihe ab. © Peter Ludewig

Zum Ende wartete die 29. Auflage des Hombrucher Kronen-Cups mit einer faustdicken Überraschung auf. Die ohne etatmäßigen Rückraum angetretenen Wittener Vorstädter des TuS Bommern rissen den favorisierten Titelverteidiger aus dem Sauerland aus allen Träumen.

Nach wechselndem Spielverlauf setzte sich der Außenseiter völlig verdient durch und durfte sich neben der Trophäe über 750 Euro an Preisgeld für die Mannschaftskasse freuen. An Volmetal gingen als Trostpflaster 350 Euro. Die beiden ausgeschiedenen Halbfinalisten, neben der Westfalia die HSC Haltern/Sythen, erhielten je 150 Euro. Die Torjägerkrone mit 13 Treffern sicherte sich Volmetals Jan König. Als fairstes Team wurde der Oberligist HTV Hemer ausgezeichnet.

Hombruchs Trainer Marc Lauritsch trotz Halbfinal-Aus zufrieden

Hombruchs Trainer Marc Lauritsch und seine Schützlinge verfolgten die Siegerehrung mit einem weinenden und einem lachenden Auge. So nah am Gewinn des eigenen Turniers war die Westfalia noch nie. Grundsätzlich zeigte sich der Coach mit dem Halbfinaleinzug zufrieden: „Wir haben den zweiten Turniertag erreicht, uns ordentlich präsentiert. Zum Schluss haben wir es uns aber auch selbst vermasselt.“

Damit verwies Lauritsch auf die schwache Chancenverwertung im Halbfinale beim 10:12 gegen Bommern. Vor allem in der Startphase zeigte sein Team Nerven, ließ mehrere „Hunderprozentige“, darunter einen Siebenmeter, liegen und lag völlig unnötig mit 1:5 zurück. Das war schließlich eine zu hohe Bürde.

Westfalia Hombruch setzt Glanzpunkt

Den Hoffnung weckenden Glanzpunkt setzte Dortmunds Verbandsligist auch ohne seinen Haupttorschützen Ole Sasse, der Sonntag verhindert fehlte, zum Auftakt der Endrunde. Zur Einstimmung auf den weiteren Verlauf verpasste die Westfalia den Volmetalern eine 10:7-Klatsche. Großen Anteil daran hatte Torwart Philipp Steinhauer. Von Zufall konnte keine Rede sein. Das machte das folgende 9:6 über den Oberligisten aus Hemer deutlich.

Die DJK Oespel-Kley, neben den Hausherren einziger Dortmunder Endrundenteilnehmer, zeigte sich nach der überraschenden Qualifikation am Finaltag sportlich überfordert. Der Landesligist um Trainer Nils Sievers war in allen drei Partien chancenlos, zog sich gegen Haltern-Sythen (6:12) und den FC Schalke (3:10) zumindest halbwegs achtbar aus der Affäre. Das 0:12 gegen den späteren Gewinner aus Bommern war dann aber ernüchternd.

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