FLVW zerstört alle Hoffnungen des TuS Körne mit dem Verbandstag

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Fußball-Bezirksligist TuS Körne ist nach der FLVW-Empfehlung knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt, zuletzt gab es aber wieder Hoffnung für den TuS. Die wurden aber durch den Verbandstag zerstört.

Dortmund

, 10.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hat lange gedauert, doch nun ist es offiziell: Der FLVW hat die Amateurfußballsaison abgebrochen. Der Verbandstag stimmte mit deutlicher Mehrheit für einen Saisonabbruch - eine Entscheidung, die so gut wie jeder schon erwartet hatte. Bei den Aufsteigern gab es jedoch auch Überraschungen - und mit dem DJK TuS Körne einen großen Verlierer.

Der Aufsteiger aus der Bezirksliga 8 war schnell gefunden. Türkspor Dortmund war sowohl Herbstmeister als auch am Ende Tabellenführer nach der Quotientenregelung. Doch Türkspor und Körne trennten nach der Hinrunde nur drei Tore. Mit vier Toren mehr hätte der TuS also schon vor Wochen für die Landesliga planen können.

Der FLVW machte dem TuS Körne noch einmal Hoffnung

„Ich“, sagt Dominik Grobe, „freue mich natürlich für alle Aufsteiger. Aber es ist bei uns an drei Toren gescheitert, da ist es doch klar, dass wir mehr als enttäuscht sind“. Dem Trainer des TuS Körne ist auch einen Tag nach der Entscheidung der Frust noch deutlich anzuhören.

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Zuletzt keimte nämlich wieder Hoffnung auf, dass Körne doch noch aufsteigen darf. Denn ursprünglich war der Plan des FLVW, mit fünf Landesliga-Staffeln statt bislang vier in die neue Spielzeit zu gehen. Um in allen Staffeln auf die Sollstärke von 16 Teams zu kommen, hätte es noch fünf zusätzliche Aufsteiger aus der Bezirksliga gebraucht. Nach der Quotientenregelung wäre Körne einer der fünf besten Zweitplatzierten aller Bezirksliga-Staffeln gewesen, die auch kein Herbstmeister waren.

Dominik Grobe: „Wir sind extrem unglücklich und enttäuscht“

Doch der FLVW entschied sich nun anders. Am Dienstag präsentierte er überraschend fünf weitere Aufsteiger aus den Landesligen. Die beiden Westfalenliga-Staffeln werden somit größer, eine fünfte Landesliga-Staffel wird es nun doch nicht geben müssen. Das macht Körne zu einem der Verlierer der Aufstiegsregelungen - während Landesligist Bövinghausen überraschend den Westfalenliga-Aufstieg feiern durfte.

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Der Aufstieg von Bövinghausen habe mit dem Ärger in Körne aber nichts zu tun. „Wir“, sagt Dominik Grobe und schließt damit nicht nur seine Schützlinge sondern den ganzen Verein mit ein, „sind einfach extrem unglücklich und enttäuscht, wie es für uns gelaufen ist.“ Verarbeitet hat der TuS die Niederlage am Grünen Tisch noch nicht, zu frisch sind die Wunden, die die endgültige FLVW-Entscheidung verursacht hat. Über die neue Saison und etwaige Aufstiegsziele will der TuS-Coach deshalb noch gar nicht nachdenken, „das ist jetzt erstmal Quatsch“.

Etwas Gutes habe die ganze Sache aber, bemerkt Grobe dann noch: „Es wurde einfach Zeit, dass man Klarheit hat.“ Für den TuS Körne leider nicht in der Art und Weise wie sie es sich auf der Sportanlage Am Zippen gewünscht hätten.

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