Frustrierter Neuzugang verlässt TuS Bövinghausen: Die Unruhe hat mir nicht gepasst

mlzFußball-Westfalenliga

Der TuS Bövinghausen muss einen Abgang verkraften. Ein Oberliga-Neuzugang, der erst im Sommer kam, hat sich beim TuS abgemeldet. Er ist froh, dass er aus dem Klub weg sei.

Dortmund

, 24.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim TuS Bövinghausen läuft es sportlich mittlerweile gut. Nach dem 2:2-Remis zum Auftakt gegen YEG Hassel hat der Fußball-Westfalenliga-Aufsteiger in den beiden darauffolgenden Meisterschaftsspielen gegen den FC Brünninghausen (4:0) und gegen den FSV Gerlingen (5:1) sechs Punkte gesammelt. Einen Oberliga-Neuzugang, der im Sommer zum TuS stieß, hat das nicht von seinem Verbleib überzeugt.

Er ist froh, dass er vom TuS Bövinghausen weg ist und hat sogar schon einen neuen Vertrag unterschrieben: Die Rede ist von Kevin Rudolph (31), der im Sommer vom Oberligisten SV Schermbeck zum TuS gewechselt war. Nach nur wenigen Monaten steht für Rudolph, der gemeinsam mit seinem Bruder Patrick nach Bövinghausen gewechselt war, fest: Der TuS ist nichts für ihn. Für Kevin Rudolph geht es nun zum SV Sodingen. Aber warum?

„Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, zu meinem Heimatverein zurückzugehen, aber es war einfach nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe nicht wirklich gespielt, aber das war nicht der Hauptgrund des Wechsels“, sagt Rudolph. Nur, welcher dann?

Kevin Rudolph wolle keine dreckige Wäsche im Nachhinein waschen, ein paar Worte verlor er aber trotzdem zu seinem Abgang: „Das ganze Drumherum hat mir nicht gepasst. Auch, dass Dimi (Dimitrios Kalpakidis, ehemaliger Trainer TuS Bövinghausen, Anm. d. Red.) gehen musste, habe ich nicht verstanden. Die Unruhe hat mir nicht gepasst. Im Verein wird von einzelnen Spieler viel Politik gemacht. Ich bin froh, dass ich da weg bin“, so Rudolph, der keinen Spaß mehr am Fußball gehabt habe und sogar mit Bauchschmerzen zum Training gegangen sei.

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Auch aus sportlicher Sicht lief es zudem für Kevin Rudolph beim TuS nicht optimal. Zwar erzielte der 31-jährige Offensivmann einen Treffer für die Bövinghauser, kam in drei Meisterschaftsspielen aber insgesamt nur auf rund 20 Minuten Spielzeit. Das lag allerdings auch daran, dass sich Rudolph nach dem Hassel-Spiel am Knöchel verletzt hatte.

„Ich habe mich jetzt am Ende fit gefühlt. Am Anfang der Vorbereitung war ich nicht fit, in der Corona-Pause habe ich nichts gemacht. Jetzt zum Ende hin habe ich aber auch in den Testspielen gut gespielt und auch gut trainiert“, so Rudolph, der ab sofort beim SV Sodingen, Ligakonkurrent des TuS, unter Vertrag steht.

Sodingens Trainer Thomas Falkowski, mit dem Rudolph früher schon mal zusammengearbeitet hatte, hatte den 31-Jährigen zum SV gelockt.

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„Sodingen ist ein Traditionsverein, hat eine junge Mannschaft und will sich im Winter eventuell noch einmal verstärken. Der Verein hatte noch nach einem erfahrenen Spieler gesucht“, sagt Rudolph, der am Dienstag zum ersten Mal mit seinen neuen Mannschaftskollegen trainiert hat und sich gut aufgenommen fühlt.

Bereits am kommenden Sonntag, 27. September, könnte Kevin Rudolph zum ersten Mal für seinen neuen Klub auflaufen. Dann würde er wieder in Dortmund spielen. Der SV ist dann nämlich zu Gast beim BV Westfalia Wickede.

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