Furioser Schlussspurt: Manuel Sanders kürt sich zum Deutschen Meister über 400 Meter

Leichtathletik Deutsche Meisterschaft

Was für ein Triumphlauf von Manuel Sanders. Der 21-Jährige von der LG Olympia Dortmund hat sich überraschend zum Deutschen Meister über die 400 Meter gekürt - dank eines furiosen Schlussspurts.

Dortmund

, 04.08.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Furioser Schlussspurt: Manuel Sanders kürt sich zum Deutschen Meister über 400 Meter

Nicht zu halten: Manuel Sanders ist neuer Deutscher Meister über die 400 Meter. © imago

Manuel Sanders hat bei den Leichtathletik-Finals in Berlin die Konkurrenz über die 400 Meter überrascht und sich zum neuen Deutschen Meister gekürt. Der Langspringer der LG Olympia Dortmund gewann am Sonntag im Olympiastadion vor Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) und Tobias Lange (Bayer 04 Leverkusen).

Sanders blieb bei seinem Triumph-Lauf in 45,86 Sekunden erstmals in seiner Karriere unter 46 Sekunden. Schon im Halbfinale hatte sich der 21-Jährige mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 46,39 Sekunden Respekt verschafft – es war die schnellste Vorlaufzeit aller Konkurrenten.

„Nach meinen fliegenden 45,1 als Schlussmann der Staffel in Gävle (U 23-Europameisterschaften, Anm. d. Red.) hatte ich mir schon eine Steigerung zugetraut, aber dass sie so deutlich ausfallen würde, hat mich doch überrascht“, sprudelte es aus Sanders heraus. „Ich bin in dem Bewusstsein meines hervorragenden Stehvermögens auf die Zielgerade gelaufen und habe das erfolgreich ausgespielt.“

Eine typische „Sanders-Vorstellung“

Das Finale, es war eine typische „Sanders-Vorstellung“. Der Dortmunder begann zwar schneller als gewohnt, nahm aber trotzdem in der Zielkurve nur den dritten Platz ein. Dann aber kamen die letzten 100 Meter und Sanders war nicht mehr zu halten. Er stürmte unaufhaltsam an die Spitze, und nach 45,86 Sekunden bejubelte er seinen Sieg. Schlegel folgte in 46,12 Sekunden.

Für den deutschen 400-Meter-Hallenmeister Torben Junker wurden die Deutschen Meisterschaften dagegen zu einer bitteren Erfahrung. Junker hatte seit der Rückkehr aus Japan mit Achillessehnen-Problemen zu kämpfen und als sich diese besserten, stieg er womöglich zu früh wieder ins Training ein. Die Schmerzen kehrten zurück, er musste wieder pausieren, und diese Unterbrechung warf ihn entscheidend zurück.

Junker verbuchte im Vorlauf zwar ordentliche 47,42 Sekunden, doch ihm fehlten zwölf Hundertstel für das Finale – und auch der Traum von einem Staffelplatz für die WM in Doha zerplatzte. Junker wird jetzt die Saison beenden und die Pause nutzen, um seine Beschwerden auszukurieren.

Hochspringerin Honsel landet nur auf Platz fünf

Christina Honsel hatte sich im Hochsprung mehr erhofft als ihre 1,80 Meter. In Gävle hatte sie 1,92 Meter gemeistert, jetzt musste sie mit Platz fünf vorliebnehmen, nachdem sie an der Höhe von 1,84 Meter scheiterte.

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Gegenüber den nur eine Woche zurückliegenden deutschen Jugendmeisterschaften verbesserte sich Zoe Jakob im Stabhochsprung zwar um 21 Zentimeter auf 3,91 Meter, doch reichte das gegen die zum Teil wesentlich ältere und erfahrenere Frauen-Konkurrenz nur für Rang zwölf.

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