Fusion statt Aus - zwei Dortmunder Mannschaften bilden fortan Spielgemeinschaft

mlzFußball-Kreisliga A

Personell wurde es bei beiden Mannschaften in der Vergangenheit regelmäßig knapp. Um eine mögliche Abmeldung vom Spielbetrieb zu vermeiden, haben sich die Klubs daher zu einer Fusion entschlossen.

Dortmund

, 11.07.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Berufsbedingte Ausfälle, Urlaub oder Verletzungen - summieren sich die Absagen, wird es zuweilen schwierig, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Bei zwei Dortmunder Mannschaften war dies das regelmäßige Bild. Um die Teams aber nicht vom Spielbetrieb abmelden zu müssen, haben sich die Klubs nun kurzerhand zusammen geschlossen.

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Die Rede ist von den Damen-Mannschaften vom TuS Deusen und den Sportfreunden Nette. „Wir hatten in der Vergangenheit immer damit zu kämpfen, dass wir nicht genügend Spielerinnen hatten“, erklärt Deusens Sportlicher Leiter Tobias Walther, „und das hätte sich auch in der kommenden Saison nicht geändert.“ Die Aussichten für die neue Spielzeit waren mau. „Wir haben festgestellt, dass wir einen Kader von lediglich zehn bis 15 Spielerinnen gehabt hätten - das wäre natürlich viel zu wenig gewesen“, sagt Walther.

Weil die Netter Damen-Mannschaft vor der selben Problematik stand, haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt. Nettes Vorsitzender Volker Böcker initiierte eine erste Gesprächsrunde, an einem zweiten Termin lernten sich dann die potenziell neuen Teamkolleginnen kennen.

Oberstes Ziel: Spaß haben

Sowohl das Gespräch der Verantwortlichen als auch das Treffen der Spielerinnen verlief positiv - in der kommenden Spielzeit werden die beiden Mannschaften nun offiziell als SG TuS Deusen/DJK Nette in der Kreisliga A auflaufen. „Es war die einzige Möglichkeit, das Aus zu vermeiden“, sagt Walther.

Tabellarische Ambitionen hegt die neue Spielgemeinschaft nicht. „Unser oberstes Ziel ist es, dass die Spielerinnen weiterhin Spaß haben und überhaupt auf dem Platz stehen können“, betont Walther.

Zu den bis zu 15 Fußballerinnen von Deusen stoßen etwa zehn bis zwölf weitere aus Nette. Dass der Kader mal vollständig anwesend ist, wird allerdings die Ausnahme bleiben, gerade berufsbedingt sind regelmäßige Ausfälle unvermeidlich. Nicht nur die Zusammensetzung des Kaders, auch alle anderen Bereiche sind fair zwischen Nette und Deusen aufgeteilt.

So findet das Training auf beiden Anlagen statt, die Heimspiele werden in der Zukunft abwechselnd in Deusen und Nette ausgetragen und auch das Trainerteam ist eine Gemeinschaft. Frank Liese, bislang Trainer der Damen-Mannschaft Deusens, wird sich das Amt mit der ehemaligen Netter Übungsleiterin Inge Jakmann teilen.

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Erste Erfolge der Spielgemeinschaft sind bereits sichtbar: An den ersten lockeren Übungseinheiten haben 16 Spielerinnen teilgenommen. „Das ist eine Zahl, die wir schon lange nicht mehr hatten“, freut sich Tobias Walther.

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