ASC-Kapitän Kevin Brümmer im Interview: Ich habe ein großes Ziel mit dem Verein

mlzFußball-Oberliga

Zur Freude aller ASC-Verantwortlichen hat Kevin Brümmer seinen Vertrag verlängert. Und das nicht nur für ein Jahr, sondern für zwei. Wir haben mit ihm über seine Gründe und Ziele gesprochen.

Dortmund

, 06.12.2019, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kevin Brümmer ist in seiner fünften Saison beim Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund. Er hat sich bei dem Klub zu einem der besten Spieler der Liga entwickelt und ist beim ASC unersetzlich.

Sie haben Ihren Vertrag gleich für zwei Jahre verlängert, was ungewöhnlich im Amateur-Fußball ist.

Das stimmt, bisher habe ich auch immer nur für eine weitere Saison zugesagt.

Warum dann jetzt gleich zwei Jahre?

Ich weiß, was ich vom Verein habe und der Verein weiß was er an mir hat. Der ASC ist meine sportliche Heimat. Hier fühle ich mich einfach wohl. Der Sportliche Leiter Samir Habibovic ist ein Freund geworden. Und ich wollte ein Zeichen setzen. Ich würde mich darüber freuen, wenn dann bald die nächsten Spieler für die nächste Saison zusagen.

Mussten Sie lange überlegen, um dem ASC zuzusagen?

Nein, es ging alles sehr schnell. Der ASC ist ein gut geführter und familiärer Klub mit einem ruhigen Umfeld. Hier erfährt man für seine Leistungen auch Wertschätzung. Und der Klub entwickelt sich immer weiter, wird immer professioneller.

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Wohin soll der Klub sich entwickeln?

Ich habe ein großes Ziel mit dem ASC 09 Dortmund. Ich möchte, dass der ASC als erster Dortmunder Amateur-Klub in die Regionalliga aufsteigt. Das hat noch kein Team geschafft. Mal gucken, ob das klappt. Es wird natürlich schwer, weil Aufstiege nicht planbar sind.

Aktuell liegt das Team aber im tristen Grau der Liga.

Nach den zwei dritten Plätzen aus den vergangenen Jahren, haben wir jetzt mal eine schwächere Phase. Wir müssen im Winter genau analysieren, woran das liegt.

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Kann so eine schwache Phase einem Fußballer auch helfen?

Ja, es gehört zu einem Entwicklungsprozess, sich auch mal aus einer scheren Phase zu befreien. Ich habe mit dem ASC auch schon zweimal gegen den Abstieg gespielt. Du reifst an solchen Situation, weißt, wie du dich in wichtigen und engen Spielen zu verhalten hast.

Aber warum läuft es denn aktuell nicht nach Plan?

Wir einfach viel zu selten mit der gleichen Viererkette gespielt auch. Du brauchst eine Achse. Aber wenn du jeder Woche die Viererkette umbauen musst, bekommst du keine Stabilität. Und aktuell nutzen wir einfach unsere vielen Großchancen nicht. Es ist einfach der Wurm drin. Das ist eine Kopfsache. Was wir auch hinbekommen müssen...

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...und zwar

...dass wir unsere Führungen länger verteidigen. In den letzten drei Spielen haben wir immer geführt und fast postwendend den Ausgleich kassiert. Da muss ein Lerneffekt eintreten.

Sie haben auch die mangelhafte Chancenverwertung angesprochen. Wie holen Sie Ihren aktuell glücklosen Stürmer Maximilian Podehl aus dem Tief?

Wir werden ihm weiter Mut zusprechen. Aber jeder weiß hier, was wir an Maxi haben, auch wenn er gerade nicht trifft. Er arbeitet für das Team, reißt Lücken und bindet häufig zwei Spieler. Jetzt stehen mal die anderen Offensivspieler in der Pflicht zu treffen.

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Wie ist die Situation, nicht zu wissen, ob Tim Schwarz auch noch im neuen jahr Trainer ist?

Das ist natürlich komisch. Der Verein wird mit Tim in der Winterpause alles analysieren und sich dann entscheiden. Diese Situation darf uns Spieler aber nicht beeinflussen. Egal, wer an der Linie steht, wir müssen das Spiel gewinnen.

Ist es denn beim Team angekommen, dass die Mannschaft aktuell Punkte gegen den Abstieg benötigt?

Das hoffe ich doch. Niemandsoll denken, dass mit Erndtebrück und Hamm die zwei Absteiger schon feststehen. Niemand weiß, was von oben runterkommt und wie viele Absteiger es am Ende wirklich gibt. Deshalb sollten wir jetzt in den letzten beiden Spielen des Jahres auch punkten.

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