Fußballer des Spieltags trotz Verwechslung: „Ich wurde gefragt, ob ich für zwei Teams auflaufe“

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Mario Bunk lieferte ein starkes Debüt für den TuS Eichlinghofen ab und landetete in der Elf des Spieltags - als Spieler von Viktoria Kirchderne. Trotzdem wurde er zum Spieler des Spieltags gewählt.

von Moritz Lerch

Dortmund

, 17.08.2019, 19:09 Uhr / Lesedauer: 3 min
Fußballer des Spieltags trotz Verwechslung: „Ich wurde gefragt, ob ich für zwei Teams auflaufe“

Mario Bunk (r.) ordnet in dieser Saison das Spiel des TuS Eichlinghofen. © Stephan Schuetze

Mario Bunk vom TuS Eichlinghofen wurde vergangenes Wochenende zum Spieler des Spieltags gewählt. Dass wir ihn in der Elf des Tages noch als Spieler seines ex-Vereins – Viktoria Kirchderne – aufstellten, nimmt der 29–Jährige mit Humor. Der Verteidiger spricht im Interview mit Moritz Lerch über seinen Vereinswechsel nach Eichlinghofen, Ziele bei seinem neuen Verein, das Highlight im Westfalenpokal gegen den SG 09 Wattenscheid und blickt auf das kommende Spiel in Wethmar.

Mario Bunk, du wurdest versehentlich von uns als Spieler von Viktoria Kirchderne in der Elf des 1. Spieltags aufgelistet. Hast du viele Nachrichten von Freunden und Kollegen bekommen?

Ja, gleich am selben Tag bekam ich viele Nachrichten von Teamkollegen und auch von Spielern meines Ex-Vereins, Viktoria Kirchderne (lacht). Einige scherzten darüber und schrieben mir, dass ich es nicht lange in Eichlinghofen ausgehalten habe. Andere hingegen fragten mich, ob ich nun für zwei Mannschaften auflaufe. Das gehört dann nun mal dazu.

Wie sehr hast du dich gefreut, bei der Wahl zum Spieler des Spieltages gewonnen zu haben?

Ich habe mich sehr darüber gefreut und bin jedem, der mich gewählt hat dankbar. Eine individuelle Auszeichnung zu erhalten, ist immer etwas Schönes. Das zeigt, dass für mich in Eichlinghofen alles gut passt.

Du bist neu beim TuS, fühllst du dich wohl in Eichlinghofen?

Ich fühle mich super wohl hier in Eichlinghofen. Für mich war der Verein schon immer sehr interessant. Er hat eine sehr große Strahlkraft, auch außerhalb Dortmunds. Vor allem das Maß an Zuschauern, das Woche für Woche zu unseren Spielen kommt, beeindruckt mich sehr. Teil des Vereins und der Mannschaft zu sein, fühlt sich von Tag zu Tag besser an.

Was ist für euch dieses Jahr drin?

Dass wir besser abschneiden wollen, als es die Mannschaft in der letzten Saison tat, steht außer Frage. Platz elf wäre mit dem starken Kader einfach zu wenig. Wir wollen diese Saison ganz oben dabei sein und dort auch mitspielen. Das Unentschieden gegen Kemminghausen war dafür zu wenig. Das soll nicht heißen, dass Kemminghausen kein guter Gegner ist. Wir konnten mit dem Punktgewinn zehn Minuten vor Ende zufrieden sein. Kemminghausen hatte sogar in Unterzahl kurz vor Ende noch eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir haben unser Spielsystem umgestellt, das wird noch ein bisschen dauern, bis wir die neuen Abläufe vertieft haben. Die Qualität stimmt jedenfalls. Wichtig wird es, die Saison über konstant zu spielen.

Was ist Ihr persönliches Ziel in Eichlinghofen?

Ich selber wünsche mir, dass ich gesund und fit bleibe. Ich hatte im Februar eine schwere Verletzung, die mir die Rückrunde gekostet hat. Ich hatte einen Knorpelschaden und bin dementsprechend verletzungsanfällig. Ansonsten steht der Erfolg der Mannschaft über meinen individuellen Zielen. Die Mannschaft soll sich verbessern und eng zusammenwachsen. Dann verbessert sich der Einzelne automatisch.

Einen Regionalligisten hat man nicht jedes Wochenende zu Gast. Auch wenn Du in Absprache mit Trainer Marc Risse nicht gespielt hast, war es trotzdem ein tolles Erlebnis?

Ja, das war es auf jeden Fall. Ich hätte natürlich gerne selber gespielt, aber mein Knie hatte nach dem Spiel gegen Kemminghausen reagiert. Daher sprach ich mit Marc ab, mich für das kommende Spiel am Wochenende in Wethmar zu schonen. Mit der Leistung der Jungs bin ich aber sehr zufrieden, da ziehe ich den Hut vor. Die haben klasse verteidigt und super gekämpft. Das sah auch nicht nur ich so, sondern auch die Zuschauer. Die waren auch sehr zufrieden mit unserer Leistung.

Am Sonntag spielt ihr bei Westfalia Wethmar. Was erwartest du da für ein Spiel?

Ich erwarte ein sehr enges und ausgeglichenes Spiel. Generell geh ich in dieser starken Liga von vielen engen und ausgeglichenen Spielen aus, an denen am Ende Kleinigkeiten entscheidend sein werden. Kleinigkeiten wie Platzverweise, Standards, aber auch die Tagesform. In Wethmar wollen wir um jeden Preis unseren ersten Dreier der Saison einfahren. Wir müssen gewinnen, wenn wir nicht schon früh den Anschluss an die oberen Plätze verlieren wollen. Ich denke, dass sich Wethmar gut auf uns einstellen wird. Umgekehrt sind wir aber auch sehr gut auf sie vorbereitet.

In der vergangenen Saison landete der TuS Eichlinghofen nach einem vielversprechenden Saisonstart und einer katastrophalen Rückrunde nur auf Platz elf. Wurde intern darüber gesprochen, wie man eine solche miserable Serie diese Saison vermeidet?

Das war echt sehr überraschend, dass Eichlinghofen sich die Rückrunde so schwer tat. Es wurde viel in der Vorbereitung darüber gesprochen, was falsch lief und wieso der Verein eine so schwache Rückserie hingelegt hatte. Darüber möchte ich aber nicht urteilen, da ich zu dem Zeitpunkt noch bei Kirchderne spielte. Für diese Spielzeit sind wir neu und sehr gut aufgestellt. Wir haben eine super Truppe, der es, wenn wir eingespielt sind, nicht noch einmal passieren wird.

Landet ihr am Ende der Saison vor deinem Ex-Klub, Viktoria Kirchderne?

Das ist eine fiese Frage (lacht). Bei Kirchderne fand ein kleiner Umbruch statt, ich weiß nicht wie gut sie sein werden. Aber ich vermag darüber auch nicht urteilen zu wollen. Wir sind gut genug, jeden Gegner zu besiegen. Und wenn wir Woche für Woche unsere Leistung abrufen, dann können wir am Ende der Saison vor jedem Team der Liga landen.

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