Geschwister Hermann verpassen erneut Olympia-Qualifikation

Eiskunstlauf

DORTMUND Sie liefen in Oberstdorf, sie liefen am vergangenen Wochenende auch in Moskau, aber noch läuft es gar nicht rund für die Dortmunder Eistanz-Geschwister Carolina und Daniel Hermann.

von Von Petra Nachtigäller

, 26.10.2009, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kämpferisch: Carolina und Daniel Hermann.

Kämpferisch: Carolina und Daniel Hermann.

Nach ihrer Enttäuschung bei der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf (Daniel: „Das wäre unsere erste Chance auf die Olympia-Qualifikation gewesen, leider war der Einstieg mit Platz elf eher bescheiden“) waren die Hermanns in Absprache mit Trainer Vitali Schulz zu ihrer Vorjahreskür zum Soundtrack des Films „Die Maske“ zurückgekehrt. Trotz insgesamt sauberer Leistungen fehlte der Darbietung in Moskau aber der letzte Schwung. Außerdem gab´s für eine zu lange Hebung einen Punktabzug, der sich im Gesamtergebnis im letzten Platz des Neunerfeldes niederschlug. Für den Tango Romantica, der wieder als Pflichttanz ausgelost wurde, erhielten die Dortmunder 25,54 Punkte (Platz 9) und starteten so als erstes Paar in den Originaltanz. Den ersten Wettkampftag beendeten die Geschwister, die seit gut zehn Jahren gemeinsam übers Eis tanzen, mit 68,18 Punkten auf dem letzten Rang, da sie auch im Originaltanz denselben Platz mit einer Wertung von 42,64 Punkten belegten.

Nach der Rückkehr aus Moskau heißt´s nun weiter arbeiten, arbeiten, arbeiten. Carolina (21) und Daniel (23) stehen täglich sechs Stunden auf dem Eis und feilen am Feinschliff. Am 6. bis 8. November steht die NRW-Trophy in Dortmund an. „Das wird interessant, die Wettkämpfe sind sehr stark besetzt“, sagt Daniel Hermann. Mitte Dezember folgt die Deutsche Meisterschaft in Mannheim, bei der die Geschwister ihren im Vorjahr erkämpften Titel verteidigen möchten. Die letzte Saison war mit dem DM-Gewinn sowie Platz zwölf bei der Europameisterschaft und dem 17. Platz bei der WM sehr erfolgreich. Und nun lockt Olympia. Hermanns haben für die Deutsche Eislaufunion (DEU) einen Startplatz erkämpft – den würden sie nur zu gern auch selber nutzen; zumal sie in Vancouver durch einen zweimaligen Studien- bzw. Trainingsaufenthalt in der kanadischen Pazifik-Perle beinahe Heimvorteil hätten.

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