Grijseels und Roch genießen bei der WM in Japan das Vertrauen des Bundestrainers

Frauenhandball

Bei der Handball-WM der Frauen in Japan spielen die Borussinnen Alina Grijseels und Isabell Roch eine respektable Rolle. Die Zwischenrunde ist das Ziel. Am Dienstagmittag treffen sie auf Dänemark.

Dortmund

, 03.12.2019, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Grijseels und Roch genießen bei der WM in Japan das Vertrauen des Bundestrainers

Spielt sich bei der WM in Japan mehr und mehr in den Vordergrund: Die Borussin Alina Grijseels. © Peter Ludewig

Die Weltmeisterschaft in Japan ist perfekt angelaufen für die Handballerinnen des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Und damit auch für die beiden Dortmunderinnen Alina Grijseels und Isabell Roch.

Rückraumspielerin Griseels wurde sowohl beim 30:24-Auftaktsieg gegen Brasilien als auch beim 34:6-Kantersieg gegen Australien eingesetzt. Torfrau Isabell Roch erhielt gegen Australien 40 Minuten Einsatzzeit und nutzte gegen den Außenseiter aus Australien ihre Chance, um Bundestrainer Henk Groener von ihrer guten Verfassung zu überzeugen.

Grijseels‘ Tendenz zeigt nach oben

Die Tendenz bei Alina Grijseels zeigt klar nach oben. Besonders gegen Brasilien war die vielseitig einsetzbare Rückraumspielerin des BVB gefragt. „Sie hat das Spiel beruhigt, als es etwas unruhig wurde. Alina hat Akzente gesetzt und wächst immer mehr in die Rolle der Spielmacherin hinein. Sie fühlt sich fit“, berichtet Andreas Bartels, der stellvertretende Abteilungsleiter des BVB. Was nicht selbstverständlich ist.

Immerhin war die 23-Jährige lange verletzt, hatte sich im Frühjahr im Training das Außenband im linken Knöchel gerissen und war statt der erwarteten sechs Wochen bis zum Sommer ausgefallen. Doch Grijseels kämpft sich heran, überzeugte in der Bundesliga und wurde schließlich von Bundestrainer Groener mit der Nominierung für die Handball-WM in Japan belohnt. „Es ist ein schönes Gefühl, dass ich vom Bundestrainer dieses Vertrauen geschenkt bekomme habe“, sagte die Borussin in Japan, die Spiel für Spiel die Lücke zur ersten Sieben verringert.

Roch nutzt Chance gegen Australien

Nach der Vorbereitung in einem am Meer gelegenen Hotel in Tokushima zog die DHB-Auswahl vergangenen Woche weiter in Richtung Kumamoto, wo alle Vorrundenspiele bestritten werden. Damit wurden aber auch die Wege länger. Jeweils eine Stunde für die An- und Abreise sind völlig normal. Doch davon lassen sich weder Alijna Grijseels noch Torfrau Isabell Roch aus der Ruhe bringen. Beim Sieg gegen Brasilien blieb ihr nur die Zuschauerrolle.

Matchwinnerin im Duell mit Brasilien war Torfrau Dinah Eckerle, die 17 Würfe, darunter drei Siebenmeter, parierte. „Das ist für Isabell kein Problem, damit geht sie professionell um. Dinah und Isabell bilden ein ganz starkes Torwart-Duo“, kommentierte Andreas Bartels die Situation. Dass die Dortmunderin extrem fit und hochmotiviert ist, bewies sie in den 40 Minuten gegen Australien eindrucksvoll. Neben den gesetzten Eckerle (Bietigheim) und Roch ergänzt noch Ann-Cathrin Giegerich vom Thüringer HC das Team als dritte Torfrau.

BVB-Training hat wieder begonnen

Beim BVB selbst hat Trainer André Fuhr vergangene Woche das Training wieder aufgenommen. Mit fünf Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader und zusätzlichen Akteurinnen aus der 2. Mannschaft startete Fuhr die ersten Übungseinheiten. Seit Anfang der Woche sind auch wieder die beiden Polinnen Bogna Sobiech und Aleksandra Zych dabei, die zwei Wochen lang auf einem Lehrgang der polnischen Nationalmannschaft weilten.

Sobiech kehrt verletzt aus Polen zurück

Sobiech, die bislang erfolgreichste Torschützin des BVB, muss allerdings noch ein paar Tage pausieren. Sie kehrt mit einer leichten Oberschenkelverletzung aus Polen zurück. Eine längerfristige Zwangspause schloss Andreas Bartels indes aus: „Ihr Einsatz nach der WM-Pause ist nicht in Gefahr.“

Am Dienstag treffen die Deutschen Handballerinnen auf Dänemark. Die Partie wird um 12.30 Uhr auf Sportdeutschland.tv übertragen.

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